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Die KL-Trasse führt von der Bundesstraße 45 über die Kreisstraße 180 und die Landesstraße 3317 nach Offenthal. Weil der Verkehr in Urberach (unser Bild) nach einer Untersuchung um mehr als 2000 Fahrzeuge zunimmt, sobald die Ortsumfahrung Offenthal fertig ist, drängt die Stadt Rödermark seit Jahren darauf, diese alternative Strecke aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg Richtung Frankfurt attraktiver zu machen. Dann werde die Stadt auch die Klage gegen die Ortsumfahrung Offenthal fallen lassen.

Rödermark

Interfraktioneller Antrag zu KL-Trasse

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Die Rödermärker Stadtverordneten fordern vom Verkehrsministerium unverzüglich eine Prüfung des Ausbaus der Straße von Eppertshausen nach Offenthal. Diese könnte Urberach entlasten.

Die Rödermärker Stadtverordneten drängen trotz des Widerstands der Gemeinde Messel weiter auf den Ausbau der sogenannten KL-Trasse zwischen Eppertshausen und Offenthal. Die Stadtverordneten sind dabei, sich auf einen interfraktionellen Antrag zu verständigen, in dem sie das Verkehrsministerium auffordern, "unverzüglich mit qualifizierten Untersuchungen und Prüfungen" für eine Realisierung zu beginnen.

Die Stadt will zudem die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumfahrung Offenthal wegen Eingriffs in die Planungshoheit aufrechterhalten. Mündliche Verhandlung soll am 22. Juni vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel sein.

Die KL-Trasse führt von der Bundesstraße 45 über die Kreisstraße 180 und die Landesstraße 3317 nach Offenthal. Weil der Verkehr in Urberach nach einer Untersuchung um mehr als 2000 Fahrzeuge zunimmt, sobald die Ortsumfahrung Offenthal fertig ist, drängt die Stadt Rödermark seit Jahren darauf, diese alternative Strecke aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg Richtung Frankfurt attraktiver zu machen. Dann werde die Stadt auch die Klage gegen die Ortsumfahrung Offenthal fallen lassen.

Im Sommer zeigte sich Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) auch noch zuversichtlich, dass die betroffenen Kommunen und Kreise sich mit dem Amt für Straßen und Verkehrswesen und dem Ministerium rasch auf eine Lösung verständigen. Inzwischen haben allerdings die Messeler Gemeindevertreter die Pläne abgelehnt, weil sie mehr Lärm und Schadstoffe fürchten - und das Verkehrsministerium daraufhin angekündigt, die Pläne für die Trasse vorerst nicht weiterzuverfolgen.

Kern nennt das Vorgehen des Landes rätselhaft. "Was hindert es daran, die Untersuchung durchzuführen?" Er könne nicht verstehen, dass man etwas unterlässt, was zur Reduzierung von Verkehr führen könne. Im vom Verkehrsministerium erarbeiteten Eckpunktepapier heiße es wörtlich, dass die Verbesserung der Straßenverbindung vom Eppertshäuser Knoten zur Bundesstraße 486 "geeignet ist, die Forderungen der Stadt Rödermark zu erfüllen", also eine Erhöhung der Verkehrsbelastung nach Bau der Ortsumfahrung Offenthal zu vermeiden. Notfalls müsse man den Ausbau gegen den Wunsch der Gemeinde Messel vornehmen, meint nun SPD-Fraktionschef Armin Lauer.

Auch Zimmer ist enttäuscht

Der Dreieicher Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) zeigte sich gestern enttäuscht über das Nein aus Messel, das auch er nicht verstehe. Er sei immer für eine einvernehmliche Lösung mit Rödermark gewesen. Gegen den Bau der Straße im Süden des Dreieicher Stadtteils haben außer der Stadt Rödermark auch acht Musterkläger Einspruch erhoben. Die Arbeiten für die von den Offenthalern lang ersehnte Straße haben Ende des Jahres begonnen. Sie soll im Dezember 2012 fertig sein.

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