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An der Nordseite der Selbert-Allee sollen die Leute im Grünen wohnen.

Langen

Hoher Gewinn dank Bau-Boom

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Viele Investoren interessieren sich für ein neues Wohngebiet an der Elisabeth-Selbert-Allee. Die Stadt rechnet mit 12 Millionen Euro an Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen.

Dank des anhaltenden Bau-Booms gibt es in Langen nun gute Nachrichten für die gebeutelte Stadtkasse: Der Andrang von Investoren für ein neues Wohngebiet an der Elisabeth-Selbert-Allee war so groß, dass die Stadt mit 12 Millionen Euro mehr als doppelt so viele Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen erzielen kann als ursprünglich errechnet.

13 Interessenten haben sich auf die Ausschreibung für das insgesamt mehr als 40 000 Quadratmeter große Areal gemeldet, vier kamen in die engere Wahl, sagen jetzt Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) und Fachbereichsleiter Carsten Weise. Bei der Auswahl der zwei verbleibenden Investoren habe nicht vorrangig der Kaufpreis für die Grundstücke eine Rolle gespielt, „sondern die sehr gute städtebauliche Qualität der Planungen“, sagt Weise. „Wir nutzen da die aktuelle Konkurrenzsituation. Das ist ein realistisches Abbild, was der Markt derzeit hergibt.“ Alle Grundstück in dem Gebiet gehören der Stadt. Insgesamt wird in dem Viertel mit 500 Bewohnern gerechnet.

Zwei Bauträger, die nach Angaben der Stadt bereits „gute Visitenkarten in der Stadt hinterlassen und auch jetzt überzeugende Entwürfe vorgelegt haben“, sind schließlich zum Zug gekommen: die NCC Deutschland und die Epple Hausbau. Die Ausschreibung war in drei Lose aufgeteilt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Stadtverordneten erhält NCC ein 14 500 Quadratmeter großes Areal östlich der Hans-Kreiling-Allee. Hier sind Reihenhäuser und Geschosswohnungsbau geplant.

Interessante Lösungen für Lärmschutz

Die beiden anderen Lose umfassen zusammen rund 28 000 Quadratmeter. Dort will Epple Hausbau bis zu den Fachmärkten an der Winkelwiese Reihen- und Doppelhäuser bauen. Außerdem muss der Investor nach Angaben der Stadt den Aranda-de-Duero-Platz, der der spanischen Partnerstadt gewidmet ist, auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern gestalten.

Den interessierten Investoren sei von Anfang an klar gewesen, dass sie an den Kosten für die Infrastruktur wie Straßen und Kanäle des neuen Wohnviertels beteiligt werden, sagt Bürgermeister Gebhardt. Dazu gehört auch der Lärmschutz, für den „interessante Lösungen“ vorlägen.

Während auf der Südseite der Elisabeth-Selbert-Allee inzwischen vor allem mehrgeschossige Wohnanlagen entstehen, soll die Bebauung auf der Nordseite nach Aussage des Ersten Stadtrats Stefan Löbig (Grüne) etwas kleiner ausfallen. Der Bebauungsplan gibt für das fünf Hektar große Gebiet laut Mitteilung der Stadt hauptsächlich Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser vor, die über zwei Geschosse nebst Staffelgeschoss verfügen. Nur an der Hans-Kreilling-Allee bis zur Auffahrt auf die Umgehungsstraße ist eine große Wohnanlage mit vier Geschossen plus einem Staffelgeschoss eingeplant.

Das gesamte Gebiet soll zudem stark bepflanzt werden. Für alle Gebäude in dem neuen Viertel sind nach Aussage von Löbig begrünte Flachdächer vorgeschrieben. Die Attraktivität des Viertels insgesamt zeige auch die große Nachfrage bei den Investoren, die von einer guten Vermarktung ausgingen. Die Kinder- und Jugendfarm an der Elisabeth-Selbert-Allee muss wegen der Bebauung allerdings weichen. Sie zieht im Frühjahr auf ein neues Areal östlich der Liebigstraße.

Die Grundstücksverkäufe werden am Donnerstag, 11. Februar, im Haupt- und Finanzausschuss beraten, der Beschluss soll am Donnerstag, 25. Februar, im Stadtparlament fallen. Beide Sitzungen beginnen um 20 Uhr im Rathaus.

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