Rodgau

Die erste Flurkunst im Rathaus

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Ab Februar haben Künstler im Rathaus von Rodgau eine neue Ausstellungsmöglichkeit. Jeweils acht Wochen lang können sie ihre Werke im ersten Stock präsentieren. Skizzen von Walter Stolz machen am 6. Februar den Anfang.

Wer beim Gang durch die Flure des Rathauses genau hinschaut, kann sie schon erspähen: die weißen Galerieleisten an den Wänden. Ab Februar werden daran Bilder hängen und das erste Rathaus-Stockwerk zum Kunstraum werden lassen. „Flurkunst“ nennt sich das Projekt.

„Eine schöne Gelegenheit, die Menschen vom Foyer in den ersten Stock zu locken“, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Über 40 Meter Wandfläche stehen dort als Ausstellungsraum zur Verfügung. Fläche, die ansonsten kaum genutzt würde. Vor allem aber sei es eine sinnvolle Ergänzung der „Rodgauer Art“.

Bei dieser Ausstellungsreihe sind die Plätze begrenzt, würden sich alle 53 Rodgauer Künstler anmelden, bliebe kein Platz mehr für weitere aus der Region. „Deshalb ist ‚Flurkunst‘ auch nur für die Rodgauer Künstler vorgesehen“, sagt Hoffmann. Stehen bei der „Rodgauer Art“ nur drei Tage für die Ausstellung zur Verfügung, so ist der Zeitrahmen bei „Flurkunst“ üppig gesteckt: Acht Wochen lang sind die jeweiligen Werke zu sehen.

Mit Skizzen in Aquarell oder als Bleistiftzeichnung von Walter Stolz wird die neue Ausstellungsreihe eröffnet. Der in Nieder-Roden lebende Stolz gehört der „Urban Sketchers“-Bewegung an und veröffentlicht seine Skizzen im Internet für ein weltweites Publikum. „Das führt zu teils schönen Kommentaren“, meint Stolz, so wurden seine Werke aus dem Nieder-Röder Altort als „typisch europäische Stadt“ bezeichnet. „Alle gezeigten Skizzen entstanden bei sonntäglichen Fahrradtouren in der Region: Während ich male, liest meine Frau meist ein Buch.“ Rodgau und Umgebung reizen den gebürtigen Saarländer sehr. In der Ausstellung sind Ansichten aus den einzelnen Stadtteilen ebenso vertreten wie Ansichten der Seligenstädter Basilika oder der Odenwälder Veste Otzberg.

Die Anregung, die Rathausflure zu nutzen, stammt von der städtischen Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt (AKSE), diese koordiniert auch die Termine. Ein Bedarf besteht, denn der Andrang ist groß: Bis 2017 sind schon die Ausstellungsplätze vergeben. 19 Künstler haben sich seit Jahresbeginn angemeldet, beim AKSE überlegt man nun, dass auch zwei Künstler ihre Werke gleichzeitig präsentieren können. Nach Stolz werden Friedhelm Meißner oder Markus Zeller die Möglichkeit nutzen, im Rathaus auszustellen.

„Flurkunst“ eröffnet am 6. Februar mit Skizzen von Walter Stolz. Die Ausstellung ist bis 3. April im Rathaus, Hintergasse 15, zu sehen.

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