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Die Erweiterung des Baggersees bei Nieder-Roden um rund 25 Hektar hat nach Ansicht der Landesregierung kaum Auswirkungen auf dessen Erholungsfunktion. Das schreibt Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Rodgauer Landtagsabgeordneten Judith Pauly-Bender (SPD), in der diese nach den Folgen der Erweiterung für Mensch und Natur gefragt hatte.

Rodgau

Erholung am Kieswerk

Hessens Umweltministerin äußert sich zu den Folgen der Baggersee-Erweiterung in Nieder-Roden. Die Auswirkungen seien "nicht erheblich", schreibt Silke Lautenschläger an die Abgeordnete Pauly-Bender.

Von Maurice Farrouh

Die Erweiterung des Baggersees bei Nieder-Roden um rund 25 Hektar hat nach Ansicht der Landesregierung kaum Auswirkungen auf dessen Erholungsfunktion.

Das schreibt Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Rodgauer Landtagsabgeordneten Judith Pauly-Bender (SPD), in der diese nach den Folgen der Erweiterung für Mensch und Natur gefragt hatte. Ein Teil des Sees wird zum Baden genutzt, während auf der anderen Seite die Firma Kaspar Weiss Kies und Sand abbaut.

"Auf Wunsch der Stadt Rodgau erfolgt die Erweiterung gerade nicht in den Flächen, die vorrangig der Erholung dienen, obwohl sie für die Sandgewinnung am besten geeignet wären", so Lautenschläger. Die Auswirkungen der Erweiterung seien insgesamt "nicht erheblich".

Für den gerodeten Wald würde Ausgleich geschaffen. Weil die Fördermenge des Kieswerks nach der Erweiterung gleich bleibe, komme es auch nicht zu zusätzlicher Lärmbelastung.

Die Ministerin betont aber, dass die beantragte Erweiterung sich noch im Genehmigungsverfahren befinde. Gerade bei Trinkwasser- und Artenschutz seien noch Prüfungen im Gange.

Pauly-Bender übt scharfe Kritik an Lautenschläger. Deren Antwort sei "unsensibel". Die Ministerin mache sich nicht die Mühe, sich vor Ort anzuschauen, "was in den vergangenen Jahrzehnten schon alles zerstört worden ist rund um den Kiessee."

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