Dreieich

Nur ein bisschen Ruhestand

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Wolfgang Lammeyer hört als Stadtwerke-Chef auf, berät die Stadt Holding aber weiter beim Thema Wohnungsbau. Es ist also nur ein bisschen Ruhestand.

Die Stadt Dreieich will eine eigene Organisationsform für den sozialen Wohnungsbau und die Unterbringung von Flüchtlingen innerhalb der Stadt Holding aufbauen. Dafür hat sie einen erfahrenen Berater: Wolfgang Lammeyer, der am 31. Dezember offiziell als Geschäftsführer der Stadtwerke aufgehört hat, ist weiterhin Geschäftsführer der Stadt Holding. Als solcher soll er zunächst die politischen Anträge der Fraktionen hinsichtlich Wohnungsbau und Unterbringung abarbeiten und steht als Berater zur Verfügung.

Denn es gebe Pläne, den sozialen Wohnungsbau voranzubringen, sagt Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD). Dies nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass auch zum Jahresbeginn vom Kreis wöchentlich im Durchschnitt rund 20 Asylbewerber zugewiesen werden.

2015 wurden in Dreieich insgesamt 305 Menschen untergebracht, inklusive der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und Familienzusammenführungen.

Wenn das frühere Bürogebäude von Mattel für die Unterbringung zur Verfügung steht, „wäre das ein vorübergehendes Aufatmen für die Verwaltung“, sagt Bürgermeister Zimmer. Dort sollen ab Jahresmitte 250 Plätze geschaffen sein.

Es ist also nur ein bisschen Ruhestand, den Wolfgang Lammeyer nach knapp 30 Jahren als Chef der Stadtwerke und der Verkehrsbetriebe antritt. Immerhin gab es einen räumlichen Wechsel: Statt im Rathaus hat er nun sein Büro im Gebäude des Hallenbades, was ja zumindest etwas mehr nach Freizeit klingt. Und der von und nach Worms pendelnde Lammeyer will sich künftig auch einen „Rentnertag“ pro Woche gönnen, wie er selbst ankündigte.

Die Geschäftsführung der Stadt Holding teilt er sich mit Steffen Arta, der sein Nachfolger bei Stadtwerken und Verkehrsbetrieben ist.

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