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In die Jahre gekommen: das alte Jugendzentrum in Dietzenbach.

Dietzenbach

Bildungshaus ersetzt Juz

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Ein Haus für Jung und Alt soll es werden, mit Platz für Volkshochschule und Bands, für die Dietzenbacher Tafel und Musikschule. Die Stadt sieht die Investition als "Sozialdividende".

Die große Variante also. Die Dietzenbacher Jugendlichen dürfen sich freuen. Die Stadtverordneten haben entschieden, ein Bildungshaus mit Schwerpunkt Jugendarbeit zu bauen, und zwar in der größeren und teureren Ausstattung. Ein Probenraum, wo Bands richtig Krach machen dürfen, wird eingeplant. Vorgesehen ist, dass Musikschule, Volkshochschule und Vereine Platz finden und natürlich Angebote aus der städtischen Kinder- und Jugendpflege.

Die CDU setzte durch, auch die Dietzenbacher Tafel, die bisher Räume der Gemeinde St. Martin nutzt, unterzubringen. Zudem soll die Stadt prüfen, ob das Bildungshaus als öffentlich-privates Projekt gebaut werden könne. Ein Neubau ist dringend nötig, da das jetzige Jugendzentrum an der Rodgaustraße marode ist und wohl abgerissen werden muss.

800 Quadratmeter Nutzfläche soll das Gebäude bieten. 2,5 Millionen Euro darf es kosten; 1,5 Millionen Euro davon werden aus dem Programm Soziale Stadt gezahlt. Die Stadtverordneten standen jetzt bei ihrer Parlamentsentscheidung zeitlich unter Druck, denn ein Teil des Zuschusses verfällt, wenn nicht noch in diesem Jahr losgelegt wird.

Bildung für eine positive Sozialprognose

Die Investitionen sind für Ersten Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) kein verlorenes Geld. "Das ist Sozialdividende. Wir müssen immer dran denken, wo Dietzenbach in 20 Jahren stehen soll", warb er im Parlament um Zustimmung. Auch Peter Gussmann (SPD) verspricht sich vom neuen Bildungshaus zukunftsweisende Impulse. Laut Fraktionskollegin Sabine Goeser können sich die Bildung und die Betreuung positiv auf die Sozialprognose der Jugendlichen auswirken, ist also gut eingesetztes Geld.

Der Koalitionspartner der CDU, die FWG, sowie Grüne und DL favorisierten eine kleinere Variante, die in etwa dem heutigen Jugendzentrum entsprechen würde. Da die Stadt überschuldet ist, scheuen sie die hohen Ausgaben. Nassif Khalil (DL) hält zudem kleinere dezentrale Jugendeinrichtungen für geeigneter. Die Gegner der großen Variante unterlagen jedoch in der Abstimmung. CDU, SPD und FDP/ÖDP bildeten mit 25 zu 15 Stimmen die Mehrheit.

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