Neu-Isenburg/Dreieich

Bauhöfe in Dreieich schließen

Zusammenarbeit beginnt

Wir haben ab 1. Mai Platz für die Kollegen aus Dreieich, sagt Petra Klink, Leiterin des Dienstleistungsbetriebes der Stadt Neu-Isenburg (DLB). Ob die 25 Mitarbeiter der Abfallentsorgung und Straßenbewirtschaftung aus Dreieich tatsächlich Anfang Mai ihren drei Kollegen aus Schlosserei und Schreinerei – die arbeiten schon seit Monaten in den DLB-Räumen – folgen, ist ungewiss. Es könnte auch Ende Juni werden. Sicher ist: Innerhalb dieser beiden Monate wird der Bauhof in Dreieichenhain schließen. Der in Sprendlingen ist wohl auch noch vor dem Sommer dicht, wie Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) mitteilte.

Die Kooperation zwischen den Betriebshöfen ist bislang nur eine Interimslösung, wahrscheinlich aber bereits der Vorläufer für die dauerhafte Kooperation beider Kommunen in diesem Bereich.

Ministerialdirigent Matthias Graf aus dem hessischen Innenministerium überreichte den Bürgermeistern Dieter Zimmer und Herbert Hunkel (parteilos) aus Neu-Isenburg einen Förderbescheid über 30000 Euro. Das Geld ist für Beratungsdienstleistungen für die angestrebte Kooperation gedacht. Am Dienstag beriet die Lenkungsgruppe beider Städte über mögliche Organisationsmodelle, deren Wirtschaftlichkeit im nächsten Schritt geprüft werden soll. „Es muss sich für beide Städte rechnen“, sind sich Hunkel und Zimmer einig. Wenn das gegeben ist, muss noch eine passende Rechtsform gewählt werden. Läuft alles weiter im Zeitplan, so könnten die Stadtverordneten beider Städte nach der Sommerpause über eine dauerhafte Zusammenarbeit entscheiden.

Für die weiteren Vorbereitungen stehen noch bis zu 70000 Euro beim Ministerium zur Verfügung. Das ist das Doppelte der Summe, die 2011 in Aussicht gestellt worden war. „Diese interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Bauhöfe ist ein zukunftsweisendes Projekt, das Signalwirkung für andere Städte hat“, so Graf. Hunkel bestätigt: „Wir haben etliche Anrufe aus anderen Kommunen erhalten, die sich für das Projekt interessieren.“

Keine Sorge um Stellen

Trotz der geplanten Kooperation soll der Winterdienst einen Stützpunkt in Dreieich behalten. Auch die Wertstoffhöfe sollen erhalten bleiben. Beim DLB muss der Parkplatz erweitert werden, wofür Klink nach einer Fläche sucht. Grundsätzlich wäre Platz für die insgesamt 72 Mitarbeiter aus Dreieich, sodass künftig bis zu 210 Menschen beim DLB arbeiten könnten. Mitarbeiter müssen sich – trotz teils großer Überschneidungen zwischen den Betrieben – nicht um ihre Arbeitsplätze sorgen. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. (ust.)

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