Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Events wie das Strandbad-Festival ziehen die Massen an. Nun soll der Badesee auch wirtschaftlicher genutzt werden.
+
Events wie das Strandbad-Festival ziehen die Massen an. Nun soll der Badesee auch wirtschaftlicher genutzt werden.

Strandbad Nieder-Roden

See soll mehr Geld einbringen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Rodgaus Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) will die Attraktivität des Strandbads Nieder-Roden erhöhen - etwa mit Wasserski. Natürlich schaut Hoffmann dabei nach Langen, wo die Stadt bei der Vermarktung ihres Sees bereits deutlich weiter ist.

Sportevents, Konzerte, Lesungen und andere Angebote sollen schon bald auch außerhalb des Hochsommers Besucher in das Rodgauer Strandbad vor den Hochhäusern Nieder-Rodens locken. Geplant ist etwa ein Drachenbootrennen auf dem See, den die Monotones einst in „St. Tropez am Baggersee“ verewigten.

Ziel ist es nicht nur, ein attraktiveres Angebot zu schaffen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) spricht offen davon, dass es gelte, den See wirtschaftlicher zu nutzen. Bisher schießt sie jedes Jahr im Schnitt 150.000 Euro zu. „Wir wollen auch Geld verdienen an Tagen, an denen es nicht 30 Grad ist“, sagt er im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Natürlich schaut Hoffmann dabei auch etwa nach Langen, wo die Stadt bei der Vermarktung ihres Sees bereits deutlich weiter ist. Erst vor zehn Tagen war dort etwa eine Bootsausstellung. Der Ironman beginnt jedes Jahr im Waldsee.

Dass auch die Stadt Rodgau ihren See nach Ansicht Hoffmanns stärker als Wirtschaftsfaktor betrachten sollte, zeigt schon, dass dieser seit kurzem dem Fachdienst Finanzen und Controlling zugeordnet ist. Erstmals gibt es zudem einen Strandbadmanager. Thomas Dursun arbeitete zuvor im Personalbereich des Rathauses.

Schlechtes Geschäft mit Kies

Noch dieses Jahr will Hoffmann zudem ein Konzept zur Zukunft des Badesees in das Parlament einbringen. „Leidenschaftlich gern“ würde der Bürgermeister den Besuchern nach eigenen Worten etwa die Möglichkeit bieten, auf dem See Wasserski zu fahren. Der Bedarf im Rhein-Main-Gebiet sei groß, sagt er. Ein Problem sei aber noch der für den Abbau von Kies und Sand genutzte Schwimmbagger.

Wie der See trotzdem für diesen Wassersport genutzt werden könnte, ist nur eine der Fragen, über die Hoffmann seit etwa zwei Jahren mit dem Kiesunternehmen Weiss spricht. Dieses hat 2012 vom Regierungspräsidium das Recht erhalten, auf weiteren 24 Hektar Kies und Sand abbauen zu dürfen. Die Stadt verzichtete damals auf eine Klage. Hoffmann machte aber schon damals klar, in Gesprächen mehr Geld dafür zu fordern, dass Weiss die Rohstoffe fördern darf.

Ein 1989 geschlossener Deal, der es diesem erlaubte, das gesamte zu diesem Zeitpunkt ausgewiesene Gebiet für eine Million Euro auszukoffern, gilt heute für die Stadt als schlechtes Geschäft. Der Stadt geht es bei den Gesprächen zudem um die Rekultivierung der bisherigen Abbauflächen und die eigene Nutzung weiterer Seeabschnitte. Noch sei man in Verhandlungen, sagt Hoffmann – „allerdings in der Endphase“.

Erst sobald eine Einigung mit Weiss erreicht ist, will Hoffmann auch das bisher wohl größte Problem des Strandbads angehen, den überaus holprigen Parkplatz und die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare