Kürzung der Solarförderung

Solare Denkpause

Förderkürzung bedroht Projekte

Durch die Kürzung der Solarförderung sind auch Projekte im Kreis Offenbach gefährdet. Die Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft in Rodgau ist vorerst vom Tisch. Die Initiativgruppe um Stadtrat Franz Dürsch (Grüne) teilt mit, dass der für 1. März geplanten Gründungsveranstaltung der Boden entzogen sei. Unter diesen Umständen sei „eine Gründung nicht mehr sinnvoll“, so das Vorbereitungsteam. Die Gruppe will aber zunächst weiterarbeiten und eine neue Strategie erarbeiten, eventuell auch die Kooperation mit Nachbargemeinden suchen. Die „Denkpause“ ist auf zwei Monate angesetzt, findet sich ein neues Geschäftsmodell, wird ein neuer Anlauf zur Genossenschaftsgründung gestartet.

Auf der Kippe steht auch die von den Stadtwerken Dietzenbach geplante Freiflächenanlage. Auf 2,5 Hektar sollen Photovoltaikmodule montiert werden. Nach der Kürzung der Förderung um 30 Prozent muss nun neu gerechnet werden, ob sich das Projekt noch auszahlt.

Dieses Problem hat die in Dreieich ansässige Bürgerenergiegenossenschaft nicht. Sie betreibt Anlagen auf dem Rathaus und dem Dienstleistungsbetrieb Neu-Isenburg, dem Bürgerhaus Dreieich oder auf dem Stadtwerkegebäude Dietzenbach. Diese Anlagen haben noch die alten Förderkonditionen erhalten, weitere Projekte sind nicht in Planung. „Wir haben mit den Kürzungen gerechnet und testen derzeit andere erneuerbare Energieformen, etwa Windkraftanlagen bei Dietzenbach“, so Genossenschaftsvorstand Dirk Vongries. (ust.)

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