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Doris Bohländer-Schäfer freut sich auf die Lesung von Wibke Bruhns.
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Doris Bohländer-Schäfer freut sich auf die Lesung von Wibke Bruhns.

Bibliothek Dreieich

Siegeszug der Neuen Medien

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Elektronische Medien laufen den gedruckten Büchern langsam den Rang ab. Das spürt auch die Stadtbücherei Dreieich. Nach einem Einbruch im Jahr 2012 erholen sich die Ausleihzahlen insgesamt wieder.

Manches bleibt doch erstaunlich aktuell: „Hanni und Nanni“, die mehr als 50 Jahre alte Internatsgeschichte, ist das gefragteste Medium, das die Stadtbücherei Dreieich im vergangenen Jahr ausgeliehen hat – allerdings nicht als Buch, sondern als DVD ging der Mädchen-Klassiker 67 Mal über die Ausleih-Theke. 65 Mal immerhin wurde der Nele-Neuhaus-Krimi „Böser Wolf“ ausgeliehen, als gedrucktes Buch. Um 3,7 Prozent stieg die Ausleihquote im Vergleich zu 2012.

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Offenbar erholt sich die Einrichtung von dem starken Knick im Jahr 2012, als die Ausleihe um 9,8 Prozent zurückgegangen war. Schuld an dem Knick waren die Sparmaßnahmen der hoch verschuldeten Stadt unterm Schutzschirm, die auch die Bücherei und ihr Angebot bitter trafen. Immerhin kann Bohländer-Schäfer wieder etwas mehr Geld für Neuanschaffungen ausgeben. 40 000 Euro hatte sie dafür zur Verfügung, 12 500 Euro mehr als im Jahr davor. Zudem hat die Bücherei viele Unterstützer, die Bücher und anderes spenden. Gerade haben die Stadtwerke Dreieich zwei E-Book-Lesegeräte gestiftet.

Dass ein elektronisches Medium in der jetzt von Bibliotheksleiterin Doris Bohländer-Schäfer zusammengestellten Ausleihstatistik für 2013 ganz vorne liegt, mag ein Zufall sein. Der Trend ist jedoch eindeutig: Immer mehr Büchereibesucher wollen Digitales mit nach Hause nehmen – oder bestellen sich gleich über den „Onleihe-Verbund Hessen“ Musik, ePaper oder Hörbücher. Die Stadtbücherei Dreieich war hier von Anfang an, seit 2010, mit dabei. „Die Ausleihe über den Online-Verbund hat sich in Dreieich fast verdoppelt, von 7991 auf 13 491“, sagt Bohländer-Schäfer.

Viele Kinder kommen

Dass Kinder immer weniger Bücher in die Hand nehmen – die „Stiftung Lesen“ präsentiert hier Jahr um Jahr erschütterndere Zahlen – kann Bohländer-Schäfer zumindest in ihrer Bibliothek nicht feststellen. „Im Gegenteil, die Ausleihen von Kinder-und Jugendbüchern nehmen sogar zu“, sagt sie. „Dass alle jetzt nur noch den Computer nutzen, ist ein Vorurteil.“ Allerdings ist sie auch überzeugt davon, dass man Kinder ans Lesen heranführen müsse. Das sei eine Aufgabe von Stadt- und Schulbüchereien.

Praktisch ist es da, wenn das Buch gleich zu den Kindern kommt: Die Weibelfeldschule beherbergt eine kombinierte Schul- und Stadtteilbücherei, viele Klassen informieren sich dort über das Angebot an aktuellen Jugendbüchern. Auch die Bibliothek im Haus des Lebenslangen Lernens ist öffentlich zugänglich und nicht nur exklusiv für die dortigen Schüler.

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