Kreis Offenbach

Schutz vor sexualisierter Gewalt in Rodgau und Rödermark

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Der Kinderschutzbund hilft Kindern und Jugendlichen, die missbraucht werden, in seiner Beratungsstelle in Langen. Nun gibt es dieses Angebot auch in Rodgau und Rödermark.

Sexueller Missbrauch beginnt nicht bei versuchter Vergewaltigung, sondern viel früher: Anzügliche Blicke, zufällige Berührungen, sexistische Bemerkungen, unangemessene Geschenke. Es gibt viele Formen der Grenzverletzungen, denen auch Kinder und Jugendliche ausgeliefert sind. Und diese Grenzverletzungen sind oftmals die Vorläufer von noch Schlimmerem.

Meistens spüren die Betroffenen zwar, dass das Verhalten des anderen unangenehm oder nicht angemessen ist, sie sind aber verunsichert und wissen nicht wie sich verhalten sollen. Mit dem Projekt „Finger weg!“ hat der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) ein Projekt gestartet, das Kinder und Jugendliche dazu ermutigen soll, sich zu wehren. Sie, die Opfer sexualisierter Gewalt werden, und betreuende Erwachsene, bei denen die Alarmglocken klingeln, sollen nun auch in Rodgau und Rödermark „einen schnellen, einfachen und vertraulichen Zugang zu einer Beratung“ erhalten, wie es in einer Pressemeldung heißt.

Die Berater dort hören zu und helfen weiter. Schon länger gibt es eine Beratungsstelle in Langen in der Wiesenstraße 5, Sprechzeit, dienstags, 15 bis 16 Uhr.

Die Beratungsstelle beim Kinderschutzbund Am Schellbusch 1 in Rödermark (Halle Urberach) bietet immer montags von 15.30 bis 16.30 Uhr Sprechzeit, diejenige in der Schillerstraße 27b in Rodgau-Weiskirchen ist montags von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

Sexueller Missbrauch findet meist im Verborgenen statt, heißt es vom Kinderschutzbund. Die Täter und Täterinnen setzen ihre Opfer unter seelischen Druck und machen ihnen Angst, seltener werde körperliche Gewalt eingesetzt. Partnerprobleme, sexuelle Störungen, Ängste und Depressionen, kurz Posttraumatische Belastungsstörung, sind häufig die Folgen für missbrauchte Kinder und Jugendliche noch im Erwachsenenalter. Bundesweit werden etwa 14 000 bis 16 000 Fälle pro Jahr angezeigt. Der DKSB geht davon aus, das die Zahl der nicht gemeldeten Fälle zehn Mal so hoch ist. bil

Informationen

www.finger-weg.click
Kontakt für einen Beratungstermin per Mail an psythedobo@aol.com
Telefon 0176 /43 60 22 57

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