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Rodgau Lichtverschmutzung

Schüler helfen Sterne zählen

Projekt soll zeigen, wie stark die Lichtverschmutzung bereits ist,

Wie viele Sterne denn nun genau stehen an dem blauen Himmelszelt, wird wohl nie zu ermitteln sein. Wie viele Sterne wir mit bloßem Augen aber sehen, ist da schon deutlich leichter herauszufinden. Das hängt auch von der so genannten Lichtverschmutzung ab. Umso heller der Himmel erleuchtet ist, desto weniger Himmelskörper sind zu erkennen.

Wie viele Sterne am Rodgauer Nachthimmel leuchten, werden bald Schüler der Nieder-Röder Heinrich-Böll-Schule genauer untersuchen. Eine vom Forschungsverbund „Verlust der Nacht“ zur Verfügung gestellte App für ihre Handys wird sie dabei unterstützen. Das kleine Programm sage den Schülern, die alle Mitglied der Energie- oder der Astronomie-AG sind, welches Sternbild genau sie anschauen sollen, berichtet Petra Carbon, Beauftragte der Schule für den Bereich „MINT“ – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Für jeden einzelnen Stern in diesem Bereich müssen sie dann angeben, ob sie ihn erkennen können oder nicht. „Das zeigt, wie stark die Lichtverschmutzung in Rodgau ist“, sagt Carbon. Das Phänomen sei sogar aus dem Weltall zu erkennen. „USA, Europa, Japan – die reichen Industrienationen sind nachts deutlich zu sehen.“

Ihre Schüler dürfen an dem von Bundesforschungsministerium unterstützten Projekt teilnehmen, weil sie für ihr naturwissenschaftliches Engagement jüngst als Partner der Wissenschaftsjahres 2012 geehrt wurden. Zunächst hatten sie sich lediglich bei einem Tag der Nachhaltigkeit mit Energiesparlampen beschäftigt. Doch daraus erwuchs eine Ausstellung zum Thema „Was ist Licht?“ und die Beschäftigung mit dem „Verlust der Nacht“ durch künstliche Lichtquellen.

Die Dauerbeleuchtung sei nicht nur aus Energiegründen problematisch. Der „nächtliche Tag“ bedrohe auch Tiere und die menschliche Gesundheit, sagt Carbon. Insekten verendeten an Lampen und fehlten in der natürlichen Nahrungskette, Zugvögel würden von ihrem Weg abgelenkt, Menschen litten wegen des Lichts etwa an Schlafstörungen und einer Schwächung ihrer Regenerationsfähigkeit. (cm.)

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