1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Kreis Offenbach

Schöner Rad fahren

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Noch sind nicht alle Radwege in Rodgau gut ausgebaut.
Noch sind nicht alle Radwege in Rodgau gut ausgebaut. © Monika Müller

Die Stadtwerke haben Wege entlang der Rodau für Radfahrer und Spaziergänger ausgebaut. Von Planung bis fertigstellung dauerte das Bauvorhaben zwei Jahre.

Mit fast zwei Jahren Verspätung ist der Radweg entlang der Rodau ein Stückchen attraktiver geworden. Statt eines schmalen Pfads finden Spaziergänger und Radfahrer nun zum Beispiel südlich der Eisenbahnstraße in Jügesheim einen 2,50 breiten Weg mit einer Decke aus Bessunger Kies vor. Lücken im alle fünf Rodgauer Stadtteile verbindenden Weg am Bach haben die Stadtwerke zudem südlich und nördlich der Egerstraße in Jügesheim sowie an der Opelstraße und zwischen Wiesenstraße und Bachgasse in Dudenhofen geschlossen. Die Arbeiten haben 52 000 Euro gekostet. Sie sind Teil eines Konzepts für den Ausbau der Nord-Süd-Verbindung.

Dass die vom Stadtparlament im September 2011 beschlossene „Sofortmaßnahme“ zum Ausbau des Wegenetzes an diesen Punkten jetzt erst fertig wurde, begründet Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) unter anderem mit der Eingliederung der städtischen Tiefbauabteilung in die Stadtwerke. Diese habe eine neue Budgetierung nötig gemacht.

An einer Stelle im Wegenetz, die eigentlich ebenfalls sofort verbessert werden sollte, bleibt zudem erstmal alles beim Alten. Den Weg durch die Unterführung der Landesstraße 3116 zu erneuern, wäre nach städtischen Angaben viel zu teuer gewesen. Ein Problem sei dort zum Beispiel, dass diese bisher so niedrig sei, dass Radfahrer den Kopf einziehen müssten.

Es gibt noch Lücken

Auch nach dem Lückenschluss an fünf Stellen muss der Rodauweg laut Stadt noch auf mehr als vier Kilometern Strecke ausgebaut werden, um dem Ziel einer durchgehenden Verbindung näherzukommen. Mindestens 200.000 bis 250.000 Euro wird die Stadt das nach Schätzungen des stellvertretenden Betriebsleiters der Stadtwerke, Helmut Wiegand, kosten.

Hoffmann macht zwar klar, dass der weitere Ausbau des Weges abseits von Lärm und Straßenverkehr gewünscht sei. An welchen Stellen er genau fortgeführt wird, steht allerdings noch nicht fest. Es gelte, den Ausbau Schritt für Schritt anzugehen, sagt Hoffmann und kündigt Vorschläge an, was im kommenden Jahr gemacht werden könnte.

Die Idee, den Weg besser auszubauen, geht auf das schon 2004 beschlossene Rodauparkkonzept zurück. Vor zwei Jahren erstellte die Stadtverwaltung Karten, auf denen die bisherigen Wege und eine künftige - möglichst rodaunahe - Routenführung zu sehen ist. Ziel ist es, dass Radfahrer einmal auf einer beschilderten Route von der Quelle bis zur Mündung in den Main am Bach entlangfahren können. Doch das kann wohl noch Jahre dauern. Schon 2011 wies die Stadtverwaltung darauf hin, dass für eine Verbesserung der Situation in manchen Streckenabschnitten der Ankauf von Grundstücken erforderlich ist. In anderen Bereichen müsse abgeklärt werden, ob artenschutzrechtliche Bedenken gegen den Wegebau sprechen.

Auch interessant

Kommentare