Rödermark

Rödermarker Bahnunterführung in der Warteschlange

Die Rödermarker Stadtverordneten haben beschlossen, erst dann über eine mögliche Bahnunterführung in Ober-Roden zu entscheiden, wenn das Bundesgesetz erlassen ist.

Der Bahnübergang im Rödermarker Stadtteil Ober-Roden stellt Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf eine harte Geduldsprobe: Im Berufsverkehr sind die Bahnschranken 28 Minuten pro Stunde geschlossen. SPD und Freie Wähler hatten deshalb gemeinsam beantragt, der Magistrat solle doch ein aktuelles Konzept für den Bau einer Unterführung vorlegen und mögliche Alternativen prüfen lassen.

Im Stadtparlament zogen die beiden Parteien diesen Antrag aber nach großer Diskussion und Sitzungsunterbrechung zurück. „Wir warten, bis der Bürgermeister neue Erkenntnisse hat“, sagte Norbert Schultheis (SPD).

Das Stadtoberhaupt Jörg Rotter (CDU) hatte kurz zuvor nämlich erklärt, man solle doch erst das Bundesgesetz zum Abbau beschrankter Übergänge abwarten, das am 20. Dezember im Bundesrat und im Januar im Bundestag diskutiert werde. Der Inhalt: Der Bund zahlt künftig die Hälfte der Kosten für Unterführungen, die Bahn ein Drittel und das Land ein Sechstel der Kosten, Kommunen haben keine Unkosten mehr. „Wenn es glasklar ist, was für Rödermark durch dieses Gesetz geht“, werde er dem Parlament berichten, so Rotter. Die Stadtverordneten könnten sich dann immer noch für oder gegen eine Unterführung entscheiden. ann

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