Rödermark

Defibrillatoren-Standorte im Stadtplan

  • Annette Schlegl
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Die Quartiersgruppe Urberach hat ein Faltblatt ins Leben gerufen, in dem alle in der Stadt Rödermark befindlichen Defibrillatoren verzeichnet sind, die von Laien benutzt werden können.

Ein neuer Flyer zeigt den Bürgerinnen und Bürgern in Rödermark, wo es im Stadtgebiet Defibrillatoren gibt, die auch von Laien bedient werden können. Das Besondere an dem kleinen Faltprospekt, das die Quartiersgruppe Urberach initiiert und mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung erstellt hat: Auch die Standorte in Unternehmen sind in den „Defi-Stadtplan“ mit eingeflossen.

Die Ehrenamtlichen der Quartiersgruppe haben in Rödermark 24 Geräte zur Schockbehandlung bei Herzkammerflimmern, lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen und plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand eruiert, die in die farbige „Defi-Landkarte“ eingezeichnet sind.

Friedrich Kühne von der Quartiersgruppe erklärte bei der Vorstellung des Druckwerks, vor allem bei der älteren Bevölkerung gebe es Hemmungen und Ängste, einen Defibrillator zu bedienen. Da die automatisierten externen Defibrillatoren (AED) – so der medizinische Ausdruck – aber klare Sprachanweisungen geben, seien sie einfach zu bedienen. Deshalb habe man im Flyer auch ganz bewusst auf medizinische Erklärungen und Anleitungen verzichtet. „In Amerika wird der Umgang mit dem Geräte schon an den Schulen gelehrt“, sagte er.

Da es bei einem Herzstillstand auf rasches Handeln ankommt – mit jeder Minute, die vergeht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu zehn Prozent –, sei der Ersthelfer, der die Herzdruckmassage durchführt, die wichtigste Person, sagte Kühne. Dem Zweithelfer bleibe es dann vorbehalten, den „Defi“ zu holen und den Rettungsdienst zu alarmieren.

Der Flyer wird bei Ärzten, in Apotheken sowie physiotherapeutischen Einrichtungen ausgelegt und ist auch in den Rathäusern erhältlich. Die Kommunalen Betriebe Rödermark werden ihn am Jahresende auch zusammen mit dem jährlich erscheinenden Abfallkalender an alle Haushalte verteilen.

Wirtschaftsförderer Till Andrießen erklärte, einige Unternehmer hätten ein schlechtes Gewissen, weil sie noch keinen Defibrillator angeschafft haben. Deshalb hätten sie angefragt, ob es denn Sammelbestellungen geben kann. „Wir bleiben dran“, sagte Andrießen. Ein Gerät kostet laut Kühne knapp 1500 Euro.

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