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Rodgau: Strandbad-Bau ist fertig

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Von: Annette Schlegl

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Die DLRG beobachtet das Geschehen jetzt vom Balkon des neuen Funktionsgebäudes.
Die DLRG beobachtet das Geschehen jetzt vom Balkon des neuen Funktionsgebäudes. © ROLF OESER

Die Besucherinnen und Besucher des Rodgauer Badesees können ab sofort das neue Funktionsgebäude nutzen.

Die Besucher:innen des Rodgauer Badesees können ab sofort das neue Funktionsgebäude nutzen. Seit Freitagmittag ist der Sanitärbereich in dem Haus freigegeben, das optisch ansprechend aus Lärchenholz und Beton erstellt wurde. Es ersetzt das Betriebsgebäude, das im März 2018 mitsamt Kassenhäuschen in Flammen aufging.

Der neue Zweckbau beherbergt neben dem ebenerdigen Kassenbereich die Duschen, Umkleideräume und Toiletten, einen Wachraum mit angeschlossener Teeküche für die Rettungsschwimmer, einen Sanitätsraum, ein Besprechungszimmer sowie den Technikraum.

Die Trennwände für die fünf Umkleidekabinen sowie die WC-Anlage – elf Toiletten für die Damen, fünf Urinale und vier Toiletten für die Herren, sowie eine Behindertentoilette mit Dusche – sind jetzt endlich geliefert und installiert. Der Sanitärbereich ist hauptsächlich in Grau gehalten, mit weißen Akzenten. Das Ganze mute „wie eine kleine Steinhöhle“ an, sagte die Architektin Melanie Geiss vom Hanauer Architekturbüro Planwerk GmbH. Eine vollautomatische Lüftungsanlage misst dort ständig die Luftfeuchtigkeit.

Auf dem Dach sorgt eine Photovoltaikanlage für die Erwärmung des Nutzwassers für die jeweils fünf Duschen. Sie können jetzt kostenlos genutzt werden; die 50 Cent Nutzungsgebühr der Vorjahre sind passé. Die Webcam für den weltweiten Blick auf den See soll in Kürze noch aufs Dach gesetzt werden.

Vor dem Gebäude wurden 20 Fahrradboxen installiert, die für zwei Euro pro Tag gemietet werden können. E-Bike-Fahrer zahlen 2,50 Euro, können ihr Rad aber gleichzeitig laden.

Seit Oktober letzten Jahres entstand das rund 290 Quadratmeter große Gebäude, das rund 1,7 Millionen Euro gekostet hat. Das Land beteiligt sich über das Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm mit 490 000 Euro, die Brandversicherung wird wohl 600 000 Euro zahlen. So bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 610 000 Euro.

„Es war immer die Frage, was wir zuerst machen: das Strandbad-Gelände erweitern oder das fast 40 Jahre alte Gebäude erneuern“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) am Freitag bei der offiziellen Freigabe. Durch den Brand habe sich zwar eine Zwangssituation ergeben, gleichzeitig sei der zur Verfügung stehende Fördertopf aber ein Glücksfall gewesen.

Für das Strandbad gilt nach wie vor die Regel der Landesregierung, dass pro Person zehn Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung stehen müssen. So bleibt die Besucherzahl trotz Corona-Lockerungen auf 1700 Badegäste beschränkt.

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