Die Planken von zwei Pontons werden aktuell erneuert.

Rodgau

Saison am Rodgauer Badesee startet am 27. April

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Es gibt einige Neuerungen am Rodgauer Badesee, aber die Strandbad-Erweiterung und ein neues Gebäude lassen auf sich warten.

Am 27. April beginnt am Rodgauer Badesee die neue Saison. Wer will, kann mit kleinem Gepäck kommen: Täglich können nun für zwei Euro Liegestühle und Sonnenschirme ausgeliehen werden. Die Badegäste müssen im Strandbad aber noch mit den Containern vorlieb nehmen, die im Vorjahr nach dem verheerenden Brand als längerfristiges Provisorium aufgestellt wurden. Erst 2021 wird das neue Betriebsgebäude stehen – womöglich ein Stückchen näher an den FKK-Strand herangerückt. „Wir können nur zwischen September und April bauen, wenn kein Badebetrieb ist“, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD).

650 000 Euro zahlt die Brandversicherung der Stadt für den Neubau. „Der Betrag orientiert sich an Art und Größe des Altbaus“, sagt Klaus Barthelmes, Leiter des Fachdienstes Finanzen. „Wenn wir mehr haben wollen, müssen wir das selbst zahlen und gegebenenfalls über einen zweiten Bauabschnitt nachdenken“, so Hoffmann. Zumindest optisch wurde das graue „Containerdorf“ in diesem Jahr verschönert. Ein großer Holzbalkon wurde seitlich an die Duschcontainer angebaut, die etwas wackeligen Stufen wurden ersetzt. Eine stabile Stahltreppe führt jetzt zu den Räumen des Aufsichtspersonals. Sechs Rettungsschwimmer sorgen neben dem DLRG-Personal nun für die Sicherheit der Badegäste.

Neue Outdoor-Geräte kommen gut an

Aktuell weichen die Holzbretter von zwei Badeinseln neuen WPC-Planken aus einem Holz-Kunststoff-Verbundmaterial. Beim großen Ponton, der in der Mitte des Baggersees liegt, hat man damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht; Die Planken sind viel länger haltbar und splittern nicht wie Holz. Für den FKK-Bereich hat der Kioskpächter Loungemöbel zum Chillen gekauft.

Vor zwei Jahren habe die Stadt „die verrückte Idee“ gehabt, fünf verschiedene Outdoor-Geräte aufzustellen, sagt Barthelmes. „Vom Erfolg waren wir überrascht“, blickt er zurück. Deshalb wurde jetzt eine Cross-fit-Anlage angeschafft, ein Multifunktionsgerät mit mehreren Trainingsmöglichkeiten, das in Höhe des Volleyballfeldes platziert ist. Für die sportlichen Badegäste gibt es künftig sonntags um 10 Uhr auch eine Stunde Yoga, sowie ab Juni donnerstags um 18.30 Uhr Sportkurse von den Sportfreunden Rodgau. An der After-Work-Music-Reihe am Mittwochabend hält man ab Juni wieder fest.

Schon seit längerem plant die Stadt, das Strandbad für zusätzliche Freizeitangebote zu erweitern. Doch daran ist vorerst nicht zu denken. Die Verankerungsseile des Schwimmbaggers, mit dem die Firma Kaspar Weiss laut Planfeststellungsbeschluss noch bis 2040 Kies und Sand fördern darf, laufen immer noch quer über den See. „Die Verhandlungen laufen zähflüssig“, sagt der Bürgermeister. Das Kieswerk will zwar Flächen, auf denen die Sand- und Kiesvorräte erschöpft sind, an die Stadt zurückgeben, hat dafür auch einen Abschlussbetriebsplan erstellt zur Außerbetriebstellung des Bereichs. Diesen Plan müsse aber das Regierungspräsidium genehmigen, und von dort bekomme die Stadt im Moment nur eine kleine zusätzliche Fläche neben dem FKK-Strand zugestanden, so Hoffmann. „Das macht aktuell keinen Sinn. Wir wollen nicht nur ein paar Meter erweitern, wollen nicht nur die Uferzone, sondern auch die Wasserfläche haben.“

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