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Neue Erkenntnisse nach Leichenfund in brennender Wohnung - Doch Polizei steht vor Rätsel

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Von: Kim Hornickel, Alexander Gottschalk, Florian Dörr

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In Rodgau (Kreis Offenbach) finden Einsatzkräfte einen Toten in einer brennenden Wohnung. Die Obduktion liefert weitere Erkenntnisse. Der Tatverdächtige schweigt.

Update vom Dienstag, 24. Mai, 12.04 Uhr: Im Fall des mutmaßlichen Tötungsdelikts in Rodgau (Kreis Offenbach), bei dem am Freitag (20. Mai) ein Toter in einer brennenden Wohnung gefunden worden war, hat die Polizei neue Erkenntnisse. So ist nach der Obduktion klar, dass das Opfer an „scharfer Gewalt“ zu Tode kam. Bereits zuvor hatte es Hinweise auf den Einsatz eines Messers gegeben (siehe Update vom Montag, 23. Mai).

Nun sind sich die Offenbacher Ermittler sicher: Es war nicht das Feuer, das den Mann das Leben kostete. Sein Körper geriet erst nach den tödlichen Stichen oder Schnitten in Brand. Ebenfalls geklärt ist die Identität des Opfers: Es handelt sich um einen 46-Jährigen, der erst seit Kurzem in dem Haus in der Rochusstraße im Rodgauer Stadtteil Hainhausen lebte, in dem er letztlich auch tot aufgefunden wurde.

Völlig unklar sind dagegen die Hintergründe der Tat: Zwar sitzt ein Verdächtiger, ein 34-Jähriger, in Untersuchungshaft. Allerdings äußert er sich nicht zu den Vorwürfen. Entsprechend schwer ist die Arbeit der Ermittler. Bei der Polizei in Offenbach heißt es zu dem Fall sogar: Anders als zunächst vermeldet, ist es völlig unklar, ob vor der eigentlichen Tat ein Streit in der Wohnung des späteren Opfers stattgefunden habe.

Leiche in brennender Wohnung in Rodgau entdeckt: Tatverdächtiger festgenommen

Update vom Montag, 23. Mai, 15.52 Uhr: Die Todesursache des Mannes, der am Freitag (20. Mai) leblos in einer brennenden Wohnung in Rodgau gefunden wurde, ist weiterhin unklar. Ein Polizeisprecher bestätigte nun jedoch, dass „Hinweise auf Stichverletzungen“ vorliegen. Zuvor hatte es Berichte über einen möglichen Messereinsatz gegeben.

Ob der Mann durch die Stichverletzungen oder möglicherweise „durch das Feuer“ zu Tode kam, solle eine zeitnahe Obduktion klären, führte Polizeisprecher Rudolf Neu aus. Auch, um wen es sich bei dem Toten handelt, wissen die Ermittler derzeit nicht. Der festgenommene Tatverdächtige hingegen soll in dem Mehrfamilienhaus, das zum Tatort wurde, gewohnt haben.

Update vom Montag, 23. Mai, 11.19 Uhr: Nach dem Fund einer Leiche in einer brennenden Wohnung in Rodgau (Kreis Offenbach) ist ein 34-Jähriger festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes ermittelt. Der Mann stehe unter dringendem Tatverdacht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag (23. Mai) mit.

Bekannt wurde der Fall, um den es geht, bereits am Samstag (21. Mai). Jetzt äußerten sich die ermittelnden Behörden aber erstmals offiziell zu den laufenden Untersuchungen (siehe Erstmeldung vom 21. Mai). Demnach ist noch unklar, um wen es sich bei dem Toten handelt. Auch, wie die Person zu Tode kam, müsse noch geklärt werden.

Tötungsdelikt in Rodgau: Kripo Offenbach soll Hintergründe aufklären

Am Freitag (20. Mai) gegen 21.20 Uhr war zunächst ein Streit in einem Mehrfamilienhaus in der Rochusstraße im Rodgauer Stadtteil Hainhausen gemeldet worden, wie die Polizei berichtete. Als die Beamten vor Ort eintrafen, brannte es in einer Erdgeschosswohnung. Die Feuerwehr löschte den Brand.

In Rodgau (Kreis Offenbach) macht die Polizei am Freitag (20. Mai) einen grausamen Fund.
In Rodgau (Kreis Offenbach) macht die Polizei am Freitag (20. Mai) einen grausamen Fund. © Fabien Kriegel/5vision.media

In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte schließlich einen leblosen Körper. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Eine Obduktion soll nun klären, wer der Tote ist und woran er starb. Die Kriminalpolizei Offenbach soll aufklären, was sich am Tatabend in Rodgau abgespielt hat. Näheres zu den Hintergründen ist bislang nicht bekannt.

Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der festgenommene 34-Jährige „mit dem Tod des Unbekannten in Verbindung steht“, wie es hieß. Er sitzt in Untersuchungshaft. Er soll kurz nach der Tat gefasst worden sein. Medienberichte über einen Messereinsatz und ein Anzünden der Leiche bestätigte die Polizei zunächst nicht (siehe Erstmeldung vom 21. Mai)

Grausame Tat in Rodgau: Mann wird in eigener Wohnung offenbar verbrannt – Feuer über mehrere Etagen

Erstmeldung vom Samstag, 21. Mai, 12. 45 Uhr: Rodgau – Zu einem grauenhaften Verbrechen ist es offenbar am späten Freitagabend (20. Mai) in Rodgau im Kreis Offenbach gekommen. Ein Mann soll in seiner Wohnung erstochen und anschließend von einem bislang unbekannten Täter angezündet worden sein, teilte das Portal 5Vision mit.

Ersthelfer, die den brennenden Mann vorfanden, riefen laut dem Portal die Feuerwehr. Schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe sich die Schwere des Verbrechens gezeigt. „Sofort wurde die brennende Person und das Feuer in der Erdgeschosswohnung abgelöscht“, berichtete der Nachrichtendienst.

Rodgau (Kreis Offenbach): Polizei bricht nach mutmaßlichem Verbrechen Tür auf

Ermittler der Polizei hätten später starke Verletzungen bei dem getöteten Mann entdeckt, die ihm vermutlich durch ein Messer zugefügt worden seien. Zunächst habe die Möglichkeit bestanden, dass sich der Täter in dem Haus versteckt halte, wie 5Vision unter Berufung auf Angaben der Polizei mitteilte. Polizisten mit schweren Waffen und in Schutzkleidung hätten daraufhin die Türen in der Wohnung des Opfers aufgebrochen.

Bei einem Einsatz in Rodgau (Kreis Offenbach) müssen Rettungskräfte einen verbrannten Mann bergen.
Bei einem Einsatz in Rodgau (Kreis Offenbach) müssen Rettungskräfte einen verbrannten Mann bergen. © Fabien Kriegel/5vision.media

Mann angezündet: Verbrechen in Rodgau (Kreis Offenbach) gibt Polizei Rätsel auf

Wie auf Bilder zu erkennen war, lagen vor dem Mehrfamilienhaus mehrere Gegenstände aus der Wohnung des Opfers am Boden. Unter anderem waren eine verbrannte Matratze und Bettlaken zu sehen.

Derzeit sei noch unklar, wie es zu der Tat kommen konnte. Wie 5vision.media berichtet, waren die Einsatzkräfte rund um die Uhr im Einsatz. Auch ein Team der Spurensicherung sei vor Ort. Der Tatort habe sich über gleich mehrere Etagen erstreckt. Weitere Hausbewohner hätten ihre Wohnungen vorerst nicht betreten dürfen. Für Ersthelfer sei eine Betreuungsstelle auf einem benachbarten Discounter-Parkplatz eingerichtet worden.

Offiziell bestätigte die Polizei bislang nur den Brand und das Auffinden eines Toten. Zu Einzelheiten wollte sich der Sprecher der Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht äußern. (kh)

Erst kürzlich wurde einem Mann im Kreis Offenbach der Prozess gemacht, weil er auf einer Radtour versuchte hatte, seine Frau zu töten.

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