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Rodgau

Wie die Beschäftigten der Rodgauer Stadtverwaltung arbeiten wollen, haben sie jetzt in einem Leitbild formuliert, einer Art freiwilligen Selbstverpflichtung.

Wie die Beschäftigten der Rodgauer Stadtverwaltung arbeiten wollen, haben sie jetzt in einem Leitbild formuliert, einer Art freiwilligen Selbstverpflichtung. Darin machen sie unter anderem klar, dass sie sich weder als Beschäftigte einer Behörde noch eines Amts sehen. "Wir sind Dienstleister und arbeiten freundlich, offen und tolerant", heißt es in dem nach Angaben der Stadt auf eigenen Antrieb der Mitarbeiter entstandenen Papier. "Die Bürger sind unsere Arbeitgeber. Sie sind Impulsgeber und spiegeln die Qualität unserer Arbeit wider."

Bis zu 180 der 400 Beschäftigten, die im Rathaus, den Kindergärten oder den Bürgerhäusern arbeiten, haben sich an der Erstellung des Leitbilds beteiligt. Der Prozess wurde zwar von einer vierköpfigen Arbeitsgemeinschaft begleitet, der auch Bürgermeister Jürgen Hoffman (SPD) angehörte. Diese habe aber keinen Einfluss auf den Inhalt des Leitbilds genommen, sagt er.

Auffällig ist, wie stark die Beschäftigten betonen, dass sie ehrlich und mit Wertschätzung und Respekt miteinander umgehen wollen. Dem von ihnen formulierten Leitbild ist durchaus anzumerken, dass das offenbar einst keine Selbstverständlichkeit war. Erst vier Jahre ist es her, dass mit Bürgermeister Alois Schwab (erst CDU, zuletzt parteilos), Erster Stadträtin Hildegard Ripper (CDU) und Stadtrat Michael Schüßler (FDP) drei hauptamtliche Dezernenten an der Stadtsspitze standen, die sich gegenseitig nicht mehr über den Weg trauten, ja kaum noch miteinander sprachen. Dass die Konflikte der Dezernenten die Arbeit der Verwaltung stark belasteten und eine Zusammenarbeit über Fachbereiche hinaus erschwerten, ist klar.

"Lange hieß es immer, wer ist zuständig?", sagt Sabine Fischer, früher Vorsitzende des Personalrats, inzwischen Pressesprecherin. Das ändere sich jetzt. "Wir kommunizieren fachübergreifend", heißt es im Leitbild. Gelebt wird die neue aufgabenorientierte Zusammenarbeit nach Ansicht Hoffmanns bereits etwa bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Mit der Fixierung eines Leitbilds ist der Prozess, in dem die Beschäftigten verabreden, wohin sich ihre Verwaltung entwickeln will, nicht abgeschlossen. In zwei weiteren Sitzungen werde das Leitbild auf die tägliche Arbeit heruntergebrochen, sagt Hoffmanns Assistentin Sibille Steinmeyer, die der Arbeitsgemeinschaft angehört. "Wir hoffen, dass wir am Ende des Jahres Leitlinien haben, an denen wir uns orientieren können."

Holger Neu, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, stellt zudem heraus, dass die Mitarbeiter-Veranstaltungen auch schon zu weiteren Verbesserungen geführt haben. Ein Ergebnis sei die Etablierung eines internen Fortbildungsprogramm. Zudem sei im Erdgeschoss ein "Meeting-Point" für die Mitarbeiter entstanden.

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