Am Langener Waldsee musste man schon in einer hunderte Meter langen Schlange anstehen.
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Am Langener Waldsee musste man schon in einer hunderte Meter langen Schlange anstehen.

Baden in Hessen

Den Langener Waldsee zu schließen, ist die denkbar schlechteste Lösung – es gibt bessere

  • Barbara Haas
    vonBarbara Haas
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Auf die chaotischen Zustände am Strandbad Langener Waldsee zu reagieren, indem der einzige legale Parkplatz gesperrt wird, war unüberlegt. Der Kommentar.

Neu ist die Situation am Waldsee in Langen nicht. An heißen Tagen strömen Tausende zu der Badestelle. Fahrzeuge, die auf Waldwegen und an der Bundesstraße parken, gehören zum üblichen Bild. Deswegen kann es keinen der Verantwortlichen bei den Bäderbetrieben verblüfft haben, dass sich die Situation auch in diesem Sommer zuspitzte — zumal die coronabedingt begrenzte Gästezahl die Lage verschärft. Das alles war abzusehen.

Auf die chaotischen Zustände am Langener Waldsee der vergangenen Wochenenden zu reagieren, indem der einzige legale Parkplatz gesperrt wird, war unüberlegt. Damit ließ sich nicht erreichen, dass Menschen ohne Auto zum See kommen. Stattdessen provozierten die Verantwortlichen eine Situation, die eine Schließung des Waldsees zur Folge haben musste. Das ist die schlechteste Lösung sowohl für die Stadt, die nun keine Einnahmen aus dem Schwimmbadbetrieb hat, als auch für den Großteil der Besucher, die ihr Fahrzeug nicht verbotswidrig abstellen.

Am Langener Waldsee ist eine Besucherlenkung unverzichtbar

Eine Besucherlenkung am Langener Waldsee ist unverzichtbar, wenn der Badebetrieb weitergehen soll. Ohne Verkehrsordner wird es kaum gehen. Eine Digitalanwendung wie sie das Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg anbietet, könnte helfen. Sie zeigt aktuelle Besucherspitzen an und meldet einen Einlassstopp. So erfahren Nutzerinnen und Nutzer rechtzeitig von einer Überfüllung, bevor sie zum See aufbrechen. (Von Barbara Haas)

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