1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Kreis Offenbach

Prinzipien missachtet

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) kritisiert den ehemaligen Landrat Peter Walter (CDU). Dieser habe 2009 bei einem Bankgeschäft das Vier-Augen-Prinzip verletzt.

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) ist der Ansicht, dass der ehemalige Landrat Peter Walter (CDU) 2009 bei einem Bankgeschäft mit dem Dreieicher Unternehmer und Betreiber der internationalen Privatschule in Sprendlingen, Hans Strothoff, das sogenannte Vier-Augen-Prinzip verletzt habe. Rhein kritisiert in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, die der Frankfurter Rundschau vorliegt, dass Peter Walter 2009 allein und ohne Absprache agiert habe. Die Handlungsvollmacht, über die der Ex-Landrat seit November 2005 verfügte, hat ihn nach Ansicht des Innenministers nicht zu dem Rechtsgeschäft mit der Strothoff eigenen Cronbank AG legitimiert.

Zur Erinnerung: Anfang 2009 hatte Peter Walter eine Vereinbarung mit Hans Strothoff unterzeichnet, wonach der Küchen-Unternehmer dem Kreis über seine Bank für kurze Zeit rund 2,2 Millionen Euro leiht (Zinssatz: 3,5 Prozent). Der Kreis war dadurch schnell in der Lage, mit dem Geld die Forderungen der Projektgesellschaft für den Bau der Privatschule bezahlen zu können. Das geliehene Geld wurde Ende 2009 an Strothoff zurücküberwiesen. Über dieses Geschäft hatte der ehemalige Landrat die Kreisgremien aber nicht informiert.

Die Kritik von Innenminister Rhein vor Augen sehen sich die Grünen in ihrer Meinung bestätigt, dass Peter Walter im Zusammenhang mit der Strothoff International School auf dem Campus Dreieich „Prinzipien und Vorschriften massiv vermissachtet hat“, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzender Reimund Butz. Er geht davon aus, dass auch die Staatsanwaltschaft, die sich mit dem Fall beschäftigt, zu diesem Ergebnis kommen werde. (aim )

Auch interessant

Kommentare