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Trotz Durchfahrtsverbots rollen viele Lastzüge durch die Ortsmitte. Viele Anwohner beschweren sich.

Dreieich

LKW-Fahrer missachten Durchfahrtsverbot

Bei einer Kontrolle in Sprendlingen haben das Dreieicher Ordnungsamt und die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt. Gegen 18 Lastwagenfahrer wird nun ermittelt. Von Achim Ritz

Von Achim Ritz

Durch die Dreieicher Innenstadt in Sprendlingen rollen mehr schwere Lastwagen als die Polizei erlaubt. Das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei schauten sich jetzt in der Haupt- und Frankfurter Straße an einem Vormittag über vier Stunden lang die Lastwagen genauer an.

Seit rund einem Jahr gilt ein Durchfahrtsverbot für Vehikel über zwölf Tonnen Gesamtgewicht. Der Lieferverkehr in die City ist von dieser Regelung ausgenommen. Anwohner hatten sich im Rathaus beschwert, weil angeblich oft dicke Brummis durch die Stadt rollten und sich nur wenige Fahrer an das Durchfahrtsverbot hielten. Dieser Eindruck hat sich jetzt bestätigt.

"Es ist erschreckend, wie viele Zuwiderhandlungen in so kurzer Zeit festgestellt wurden", sagt Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos). Er machte sich an Ort und Stelle ein Bild von den Kontrollen. Gegen 18 Fahrer - aus Richtung Langen kamen 13, aus dem Norden fünf - wurden Verwarnungen ausgesprochen. Sie müssen 25 Euro zahlen. Von den kontrollierten Lastwagen waren zehn weitere schwerer als zwölf Tonnen, doch die Fahrer konnten einen Liefertermin in der City nachweisen.

Die Fahrer, die mit 25 Euro zur Kasse gebeten wurden, gaben laut Stadt meist an, sie hätten von dem Durchfahrtsverbot nichts gewusst und keine Schilder gesehen. Manche wiesen auch darauf hin, dass das Durchfahrtsverbot in ihrem Navigationsgerät nicht angegeben werde. Doch dies ließ die Polizei nicht gelten.

Den Beamten fielen bei der Kontrolle sieben weitere Lastwagenfahrer auf, deren Brummis grobe Mängel aufwiesen. Bei einem Fahrzeug fehlte die Pflichtversicherung. Ferner zog die Polizei einen Laster wegen erheblicher Mängel sofort aus dem Verkehr. Burlon hält die Zahl der 18 Verwarnung für sehr hoch und kündigt an, dass die Stadt in der Sprendlinger Durchgangsstraße "künftig immer wieder Präsenz zeigen wird".

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