Rödermark

Pilot-Versuch am Kanal

Stadt sucht günstigste Variante der Dichtheitsprüfung

Hausbesitzer müssen die Zuleitungskanäle und Grundleitungen auf ihren Grundstücken auf ihre Dichtheit überprüfen lassen – so schreibt es die hessische Abwassereigenkontrollverordnung vor. Damit soll vermieden werden, dass Grundwasser durch beschädigte Zuleitungen versickert. Die Frist für diese Untersuchung läuft 2024 aus.

Für öffentliche Kanäle und private Zuleitungskanäle in Wasserschutzgebieten gelten höhere Anforderungen und kürzere Überprüfungszeiträume. Deshalb ist in Waldacker sowie teilweise in Ober-Roden und Messenhausen, die in der Wasserschutzzone III liegen, diese Frist deutlich kürzer. Doch weist Erster Stadtrat Alexander Sturm darauf hin, dass sich Hausbesitzer noch etwas Zeit nehmen sollten, bevor sie auf Angebote von oft unseriösen Firmen zur Überprüfung eingehen.

Denn derzeit lassen die Kommunalen Betriebe der Stadt als Pilot-Versuch den Zustand aller Zuleitungskanäle der städtischen Grundstücke und öffentlichen Liegenschaften inspizieren und bewerten. Nach Auswertung soll ermittelt werden, ob es für die Grundstückseigentümer günstiger ist, die Untersuchung bei einer Fachfirma selbst in Auftrag zu geben, diese von der Stadt erledigen zu lassen und zu bezahlen oder ob die Stadt die Untersuchung selbst durchführt und über die Abwassergebühren abrechnet.

Keinesfalls sollten Grundstückseigentümer auf Angebote von Firmen eingehen, die vorgeben, im Auftrag der Stadt die Kanäle zu überprüfen. Diese würden meist zu einer überteuerten Sanierung raten. Es seien derzeit keine Unternehmen von der Stadt dazu beauftragt.(sia.)

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