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Bombendrohung beim Opel-Testcenter - Großeinsatz für Polizei

Großeinsatz für Polizei

Bombendrohung beim Opel-Testcenter - die Vorgeschichte ist mysteriös

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Großeinsatz der Polizei in Rodgau: Beim Opel-Testcenter in Hessen geht eine Bombendrohung ein. Die Vorgeschichte ist mysteriös.

  • Bombendrohung beim Opel-Testcenter in Rodgau (Hessen) 
  • Großeinsatz für die Polizei -Hubschrauber und Spürhunde im Einsatz
  • Feuerwehr berichtet von einer mysteriösen Vorgeschichte

Update vom Donnerstag, 09.01.2020, 16.33 Uhr: Der Polizeieinsatz wegen einer Bombendrohung am Testcenter „Am Opel Prüffeld“ in Rodgau ist um 16.10 Uhr beendet worden. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände aufgefunden, teilte die Polizei mit. Die Sperrungen der Zugangswege sind aufgehoben. Alles zur mysteriösen Vorgeschichte der Bombendrohung in Rodgau erfahren Sie im unteren Update.

Update vom 09.01.2020, 14.23 Uhr: Die Bombendrohung am Opel-Testcenter in Hessen hat offenbar eine mysteriöse Vorgeschichte. Auf ihrer Homepage berichtet die Feuerwehr Rodgau, dass sie lange vor Eingang der Drohung (Mittwochabend, 08.01.2020 um 22.30 Uhr) am Mittwochmorgen bereits um 5.58 Uhr ans Opel-Prüffeld in Dudenhofen zu einer Vermisstensuche alarmiert worden sei.

Bombendrohung beim Opel-Testcenter in Rodgau: Vermisstensuche abgebrochen

Dabei wurde stundenlang das große Rad gedreht: Gemeinsam mit der Polizei und einem Polizeihubschrauber sowie Rettungshundeeinheiten vom DRK Hainstadt, der Berufsfeuerwehr Frankfurt, dem THW Groß-Gerau und den benachbarten Landkreisen Darmstadt, Main-Kinzig, Groß-Gerau, Odenwald und Kreis Aschaffenburg, suchten die Brandschützer ein großflächiges Waldgebiet ab. Bis zum Abend konnte die Person nicht gefunden werden, die Einsatzlage wurde an die Polizei übergeben. Einige Stunden später gab es dann die Bombendrohung.

Update vom 09.01.2020, 12.20 Uhr: Die Polizei hat inzwischen nach der Bombendrohung beim Opel-Testcenter bestätigt: „Das angekündigte Ereignis ist nicht eingetreten.“ Dennoch gehe die Suche weiter. Lässt diese Wortwahl den Schluss zu, dass angekündigt worden war, das Testcenter fliege in die Luft? Spekulation bleibt derzeit auch, ob die Bombendrohung per Post oder Telefon kam. Die Polizei macht dazu keine Angaben. Bisher sind weitere Stellungnahmen nicht zu bekommen.

Bombendrohung beim Opel-Testcenter Rodgau: Gelände 259 Fußballfelder groß

Eine Segula-Unternehmenssprecherin verwies unsere Anfrage auf die Polizei und wollte zunächst nicht einmal etwas zur Größe des Geländes sagen. Erst nach gutem Zureden war sie dazu bereit. Demnach entspricht das Betriebsgelände des Testcenters in Rodgau-Dudenhofen einer Größe von 259 Fußballfeldern. Während die Landesstraße nach Babenhausen, die direkt am Testgelände vorbei führt, frei ist für den Verkehr, ist die Zufahrt zum Testcenter gesperrt.

Die Besatzung eines Streifenwagens der Polizei kontrolliert alle, die auf das Areal möchten. Ein gelber Kleintransporter (VW Caddy) der Post wurde abgewiesen, er durfte nicht rein. Das verdeutlicht, wie scharf die Kontrollen sind und wie ernst alle Einsatzkräfte die Situation nehmen.

Bombendrohung beim Opel-Testcenter - Großeinsatz für Polizei

Erstmeldung vom 09.01.2020, 10.05 Uhr: Rodgau - Eine Bombendrohung gegen das vom französischen Ingenieurdienstleister Segula Technologies seit September 2019 betriebene Opel-Testcenter Rodgau hält derzeit die Polizei in Atem. Die Drohung ging Mittwochabend (08.01.2020) um 22.30 Uhr ein. Seither laufen umfangreiche Suchmaßnahmen.

Rodgau: Bombendrohung beim Opel-Testcenter

Suchhundestaffeln sind im Einsatz. Auch kreist im Moment ein Polizeihubschrauber über dem Gelände in Rodgau-Dudenhofen. Mit Wärmebildkamera und per Sichtkontrolle sucht dessen Besatzung das riesige Gelände (etwa 2,6 Quadratkilometer groß) ab.

Auch rings um das Testcenter muss alles abgesucht werden. Auf dem Areal arbeiten gewöhnlich rund 300 Beschäftigte (120 von Segula). Die Landstraße 3116 zwischen Rodgau und Babenhausen ist für den Verkehr nicht gesperrt.

Von Bernhard Pelka

Bei der Sanierung des Autobauers Opel drückt der französische PSA-Konzern die Kosten. Die IG Metall befürchtet am Stammsitz Rüsselsheim nun Arbeitsplatzverluste auch in der Produktion. Aber es gibt gute Nachrichten für das Testcenter in Rodgau*.

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