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Neues Gesicht und neues Konzept

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Corinna Molitor ist neue Leiterin des Burgmuseums Dreieichenhain.
Corinna Molitor ist neue Leiterin des Burgmuseums Dreieichenhain. © Renate Hoyer

„Lili Marleen – ein Schlager, der Geschichte macht“ - so heißt die Ausstellung, mit der das Dreieich-Museum in eine neue Ära startet. Corinna Molitor soll diese als neue Leiterin gestalten.

Von Achim Ritz

Das Dreieich-Museum an der Burg hat eine monatelange Phase der Erneuerung und Umstrukturierung hinter sich. Mit der Eröffnung einer großen Sonderausstellung über „Lili Marleen – ein Schlager, der Geschichte macht“ am Sonntag, 31. Juli, soll in den Räumen an der Burg Dreieichenhain für das Landschafts- und Heimatmuseum eine neue Ära beginnen.

Der Neuanfang hat ein Gesicht. Corinna Molitor, Kulturwissenschaftlerin und Kauffrau für Marketing, ist die neue Leiterin des Museums und somit auch für die konzeptionellen Inhalte verantwortlich. Sie kam vor drei Jahren von Stuttgart nach Dreieichenhain und arbeitet auch für das Büro der Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main.

Der Geschichts- und Heimatverein Dreieich räumt auf. Das Jahr 2011 steht für eine Zäsur. Im Januar durfte oder musste der 400 Mitglieder starke Verein das Museum vom hoch verschuldeten Kreis Offenbach übernehmen. Dieser hält sich mit seinen Zuschüssen künftig etwas zurück, zahlt aber in den kommenden drei Jahren noch jeweils 80000 Euro an den Verein. Mit der Übernahme der kompletten Verantwortung hat der Geschichts- und Heimatverein beschlossen, das Museum jetzt auch inhaltlich zu entstauben.

Corinna Molitor möchte den Besuchern künftig zwar nach wie vor in der seit Jahren laufenden Dauerausstellung viel Wissen über die Geschichte, das Leben und Wohnen im ehemaligen Wildbann Dreieich vermitteln, die Besucher aber gleichzeitig in drei oder vier Wechselausstellungen pro Jahr mit neuen Themen konfrontieren. Diese sollen frischer sein als die bisherigen.

Die Veränderung soll aber in kleinen Schritten erfolgen. Die Vorstandsmitglieder, Vorsitzender Detlef Odenwald, Frank Oppermann und Gerd Grein, heben hervor, dass sie der 38-jährigen Leiterin des Museums freie Hand lassen wollen. „Wir sehen uns nicht als ihre Chefs, sondern wir sind ihre Partner“, sagt Gerd Grein.

Die erste Sonderausstellung rund um das bekannteste Soldatenlied des Zweiten Weltkriegs über Trennung, Abschied und Heimkehr trägt aber noch nicht die Handschrift Molitors, sondern soll als Leihgabe und als lebendig erzählte Präsentation aus dem Haus der Geschichte in Bonn nach Dreieichenhain kommen.

Eine schwierige Aufgabe bei der Umstrukturierung des Museums ist für den Geschichts- und Heimatverein die Suche nach Sponsoren.

Denn wegen der neu zugeschnittenen Zuständigkeit, der Übertragung der alleinigen Verantwortung und der halben hauptamtlichen Stelle von Museumsleiterin Corinna Molitor braucht der Verein auch mehr Geld. Baustellen gibt es derzeit nicht nur im Museum. Allein für die Sanierung der Burg werden in diesem Jahr 50000 Euro benötigt.

www.dreieich-museum.de

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