Kreis Offenbach

Neue Hospizhelfer im Kreis Offenbach  unterwegs

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Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat elf neue Hospizhelfer ausgebildet. Die Ausbildung dauert 100 Stunden und erfolgt in Theorie und Praxis.

Immer mehr schwerkranke Menschen und deren Angehörige in Rodgau, Rödermark und Dreieich benötigen eine Begleitung. Wegen der hohen Nachfrage hat der Regionalverband Offenbach der Johanniter-Unfall-Hilfe elf neue Hospizhelferinnen und -helfer ausgebildet. Die ehrenamtlich arbeitenden Kräfte haben jetzt ihre Arbeit in der Sterbebegleitung aufgenommen.

„Wer sich zur Hospizschulung anmeldet, bringt eine persönliche Motivation mit, sich für die Begleitung von Menschen am Lebensende zu interessieren“, sagt Christina Dölle, Koordinatorin des in Rodgau ansässigen Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Johanniter, der seit zehn Jahren in den drei Städten Sterbende und deren Familien betreut. Manche hätten selbst eine gute Sterbebegleitung miterlebt und wollten sich deshalb engagieren, andere seien unzufrieden mit der Sterbebegleitung für einen Angehörigen gewesen.

Brigitte Mack, eine der neuen ehrenamtlichen Hospizhelferinnen, ist ein Beispiel. Die Rentnerin, die früher eine Kindertagesstätte leitete, erlebte das Sterben einer Freundin mit und beschloss danach: „So soll keiner sterben.“ Sie meldete sich deshalb erst zu einem „Letzte-Hilfe-Kurs“ an und begann danach die Ausbildung zur Hospizhelferin.

Eine halbes Jahr dauerte die Ausbildung der elf neuen Hospizhelferinnen und -helfer, die diese in ihrer Freizeit absolvierten. Einer der Schwerpunkte während der 100-stündigen theoretischen Ausbildung waren die spirituellen und seelsorgerischen Elemente in der Sterbebegleitung. Daneben wurden ihnen ein Grundwissen zur psychosozialen und pflegerischen Versorgung Sterbender vermittelt. Außerdem hospitierten sie in ambulanten und stationären Einrichtungen.

Für Thomas Trunk, selbstständiger Personalberater und neuer Hospizhelfer, war die Ausbildung eine Bereicherung für sein Leben. „Wir haben viel gelernt und Bereiche bearbeitet, die sonst nicht so beachtet werden“, sagt der junge Vater.

„Wir sind dankbar, dass wir sehr engagierte Ehrenamtliche für die Hospizarbeit gewinnen konnten“, sagt Regionalvorstand Sven Korsch. Es komme leider immer wieder vor, dass Menschen unerwartet mit einer fortschreitenden Erkrankung konfrontiert werden. „Betroffene und ihre Angehörigen brauchen in solchen Situationen Menschen, die bereit sind, sich auf sie einzulassen und zu begleiten“, so Korsch weiter. lad

Mehr Informationenzum ambulanten Hospiz- und Palliativberatungdienst der Johanniter unter www.johanniter.de/Offenbach

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