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Sammelbecken für Regenwasser im Stadtwald

Neu-Isenburg

Vier-Meter-Loch im Sickerbecken

Schwere Schäden haben Wartungsarbeiten an dem gewaltigen Regenwasser-Auffangbecken westlich des Neu-Isenburger Bahnhofs enthüllt. Die drei Becken im Stadtwald waren erst vor zwei Jahren von Grund auf erneuert worden.

Von Achim Ritz

In dem westlich von Neu-Isenburg im Wald gelegenen riesigen Sickerbecken für Regenwasser ist auf einer Länge von vier Metern der Damm gebrochen. Nach Darstellung des Magistrates wurde der Schaden bei Wartungsarbeiten festgestellt, nachdem das Technische Hilfswerk ein Becken leer gepumpt hatte. Die Gefahr, dass sich das Regenwasser bis in die Stadt und in die Haushalte zurückstaue, bestehe nicht, sagte Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) gestern.

Das im Neu-Isenburger Untergrund in die separat verlegten Rohre fließende Regenwasser wird jetzt vorübergehend in das Rückhaltebecken in der Fischer-Lucius-Kleingartenanlage gepumpt. Das Regenwasser könne trotz des Dammbruches in eines der Becken im Stadtwald abfließen, betont der Erste Stadtrat. Sollte es besonders starke Regengüsse geben, stehe außerdem ein Notüberlauf zur Verfügung.

Die drei Sickerbecken im Stadtwald waren erst vor zwei Jahren von Grund auf erneuert worden. Somit gebe es noch eine Gewährleistung, sagt Stefan Schmitt. Wer die Kosten des Schadens trägt, ist aber noch nicht entschieden. Fachleute des zuständigen Dienstleistungsbetriebes (DLB), Vertreter der Baufirma und andere Experten wollen jetzt klären, wie das Loch zwischen den jeweils 20000 Kubikmeter Regenwasser fassenden Versickerungsbecken entstehen konnte und wie es am schnellsten wieder geschlossen werden kann.

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