+
Laut, hart, weiblich: Die X-Hells spielten Songs von AC/DC auf der Fraportbühne.

Neu-Isenburg

27. Open-Doors-Festival in Neu-Isenburg

  • schließen

Beim 27. Open-Doors-Festival in Neu-Isenburg mit 44 Bands wird von Freitag bis Sonntag gefeiert.

Laut und rockig geht es zu bei der 27. Auflage des Open-Doors-Festivals. Wer nahe der Lautsprecher bei einigen der Bühnen steht, braucht entweder ein gutes Gehör oder eben einen Gehörschutz, denn manche Bands erreichen gewaltige Lautstärken. Drei Tage, von Freitag bis Sonntag, ist das Neu-Isenburger Stadtgebiet wieder zur Freiluftarena für Bands umgewandelt worden.

Auch wenn sich der Löwenanteil der Musikdarbietungen in der Innenstadt bei der Frankfurter Straße abspielte, gab es aber auch abseits, etwa beim Robert-Maier-Haus oder beim Sonnenhof Auftritte. Oder, wie schon im vergangenen Jahr, beim Verein Orplid: Auch wenn dort sonst der Freikörperkultur gehuldigt wird - der Open-Doors-Samstag wurde kurzerhand zum „Textiltag“ erklärt. Angesichts der schwülen Hitze, die sich am Samstag in der Stadt ausbreitete, entledigten sich aber ohnehin manche Besucher großer Teile ihrer Kleidung.

Mit „Salsa Verde“, „Quietschboys“ oder „The Gypsies“ sind beliebte und bekannte Open-Doors-Veteranen vertreten, aber das Festival zeichnet sich auch dadurch aus, dass es Nachwuchsbands wie den „Bird’s View“ die Möglichkeit einräumt, sich auf einer der Bühnen den Besuchern zu präsentieren. Mit „Maddabraska“ war etwa eine Band vertreten, die schon vor zwei Jahren den Newcomer Bandcontest des Musikfestivals gewann. Insgesamt 44 Bands spielten den Besuchern an den drei tagen auf.

Die Frankfurter Straße wurde wieder zur Feiermeile umgestaltet.

Eine Besonderheit des Festivals ist auch die Mischung aus Musikauftritten und Gewerbeschau auf der Frankfurter Straße: In diesem ‚Jahr aber schienen Hut- oder Gürtelverkäufer weniger als in den vergangenen Jahren. „Wir haben uns auf ein breites gastronomisches Angebot konzentriert“, sagt Christopher George, einer der Organisatoren des Festivals. Mit 80 Ständen sei fast ein Rekordergebnis erreicht. „Wir haben jedes Jahr eine lange Warteliste“, sagt er.

War er im vergangenen Jahr noch eine Neuheit, so war der „Open-Doors-Button“ dieses Mal den Besuchern schon bekannt. Auf freiwilliger Basis konnten die Besucher für fünf Euro einen Button erwerben, um die Finanzierung des Festivals zu unterstützen. „Wie im vergangenen Jahr gehen zwei Euro pro Button an die Kinderhilfestiftung“, sagt Pia Herold vom Fachbereich Stadtbelebung. Mit Kolleginnen verkaufte sie die Buttons an Besucher. „Am Freitag wurden bestimmt über 2000 Buttons verkauft, das Interesse war sehr groß“, sagt ihre Kollegin Gordana Petkovic. An zwei Ständen konnten die Besucher die Buttons kaufen, zusätzlich liefen wieder städtische Mitarbeiter durch die Straßen und warben für den Kauf.

„Der Button ist eine wichtige Unterstützung, denn die Kosten allein für das Sicherheitskonzept steigen von Jahr zu Jahr“, sagt George. Für Sicherheitsdienst und Straßensperren sei allein schon ein mittlerer fünfstelliger Bereich nötig. „Wir wollen aber, dass das Fest ohne Kassenhäuschen auskommt - wer wenig Geld hat, soll trotzdem mitfeiern können“, sagt er.

Über 24 000 Euro konnten im vergangenen Jahr durch den Verkauf an die Kinderhilfestiftung gespendet werden, für dieses Jahr hoffen Stadt und die Organisatoren von der Agentur „12 Löwen“ auf rund 30 000 Euro. „Am Marktplatz wird etwa für jedes verkaufte Getränk ein Euro gespendet, da sollte auch schon etwas zusammenkommen“, sagt George.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare