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Region: Die Regionaltangente frühstens ab 2026 in Betrieb

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Schienentrasse ist laut Geschäftsführer leicht hinter dem Zeitplan. Der südliche Abschnitt könnte zuerst in Betrieb gehen.

Die Regionaltangente West (RTW) befindet sich leicht hinter dem Zeitplan für die Inbetriebnahme. Dennoch hält Horst Amann, Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, daran fest, dass die ersten Zweisystemzüge im Jahr 2026, weitere ab 2027 fahren könnten.

„Die Inbetriebnahme 2026/2027 ist erreichbar“, sagte er. Probleme bereite vor allem der mittlere von vier Planungsabschnitten. Am Bahnhof Frankfurt-Höchst seien Umplanungen nötig gewesen, weil sich die Prognosen für Fahrgäste verändert hätten, führte er aus. So gehe die Deutsche Bahn davon aus, dass in Höchst 27 000 Fahrgäste am Tag in die RTW ein- oder aussteigen würden. „Wir mussten den Bahnsteig umplanen und doppelt so breit machen.“ Auch beim Tunnel, der unter dem Bahnhof Höchst durchführe, sei die Steigung auf sechs Prozent angepasst worden.

Insgesamt werden für die Regionaltangente West bis zu 100 000 Fahrgäste am Tag erwartet. Geplant sind zwei Linien von Bad Homburg über Höchst und den Flughafen nach Neu-Isenburg, Birkengewann (Linie 1); und vom Frankfurter Stadtteil Praunheim und von Bad Soden aus nach Dreieich-Buchschlag (Linie 2). Die Züge sollen jede halbe Stunde fahren, auf der gemeinsamen Strecke alle 15 Minuten. Der Höchster Bahnhof wird durch die RTW zum zweitwichtigsten Umsteigebahnhof Frankfurts, nach dem Hauptbahnhof. Die RTW wird rund 1,1 Milliarden Euro kosten.

Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 über Neu-Isenburg nach Dreieich zum Bahnhof Sprendlingen, für welche die Städte Frankfurt, Neu-Isenburg und Dreieich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, werde in die Planungen für die RTW einbezogen, sagte Amann. An der Haltestelle Isenburg-Zentrum würden sich die Tram und RTW-Züge kreuzen.

Auch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 bis zum Bahnhof Höchst in Frankfurt werde bei der RTW mitgeplant.

Mit dem Beginn der Planfeststellung im Planungsabschnitt Nord und Mitte rechnet Amann noch für dieses Jahr. Die beiden südlichen Planungsabschnitte sollen folgen. Er gab sich überzeugt, dass die südlichen Abschnitte bis 2026 gebaut werden könnten. Möglicherweise könnten dann schon Fahrgäste von Neu-Isenburg zum Flughafen fahren. Erst 2027 würden indes die Planungsabschnitte Nord und Mitte in Betrieb gehen. Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) warb auch für den Schienenanschluss im Osten, die Regionaltangente Ost. Sie soll Autofahrer zum Umsteigen bewegen.

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