Viel Platz zum Spielen gibt’s in der Schwalbenstraße.
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Viel Platz zum Spielen gibt’s in der Schwalbenstraße.

Kinder-Betreuung Neu-Isenburg

Platz für 62 Kinder

  • vonJörg Echtler
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Kindersegen in Neu-Isenburg: Der Nachwuchs muss betreut werden. Deshalb wird die Uhlandschule künftig dreizügig sein und in Gravenbruch gibt es ein neues Betreuungsangebot.

Die Zahl der Kinder im Stadtteil Gravenbruch ist gestiegen. Diese Nachricht freut Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). Als Konsequenz wird die Uhlandschule künftig dreizügig sein. Auch die Betreuung der Jüngeren wird erweitert. Seit einigen Wochen betreibt der Verein Kaleidoskop eine Kindergartengruppe in der Schwalbenstraße. Eine zweite folgt in diesen Tagen, und auch eine Gruppe für unter Dreijährige wird noch gebildet. Zwei weitere U3-Gruppen mit zusammen 24 Plätzen betreut der Verein bereits an einem anderen Standort im Stadtteil.

Das in den 90er Jahren errichtete Gebäude des städtischen Kinderzentrums wurde für die neue Nutzung umgebaut. Die dort bisher betreuten Hortkinder fanden in der Uhlandschule eine neue Unterkunft. Für rund 100.000 Euro hat die Stadt vor allem die Toilettenanlagen anpassen, einen Wickelbereich einbauen und den Brandschutz verbessern lassen. Die Außenanlage mit verschiedenen Spielgeräten wurde „entschärft“, ein eigener Bereich für die unter Dreijährigen abgetrennt.

Licht und Ruhe

Geschäftsführerin Doris Kaut freut sich über die rund 550 Quadratmeter Nutzfläche, die dem Verein für seine Arbeit zur Verfügung stehen. Die großzügigen Gruppenräume bieten viel Licht und Ausblick nach draußen. Mehrere kleinere Zimmer bieten Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten. In einer eigenen Küche wird das Essen für die Kinder zubereitet.

Insgesamt soll die neue Einrichtung einmal 50 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren bieten sowie 12 unter Dreijährige aufnehmen. Zurzeit sind bereits 24 Kindergartenkinder vor Ort, deren Eltern berufstätig sind. Dies ist ein Aufnahmekriterium. „Wir sind die einzigen, die neben der Ganztagsbetreuung auch eine kürzere Zeitspanne anbieten“, sagt Kaut. Die Kinder würden dann um 14 Uhr statt um 16.30 Uhr abgeholt. Ein Großteil der nun aufgenommenen Kinder sei „ohne Vorerfahrung“, berichtet Kaut. Nur neun von ihnen kämen aus einer U3-Betreuung.

Genug Betreuungsplätze

Für die Zukunft sieht die Geschäftsführerin aber gerade „den nahtlosen Übergang von U3 in den Kindergarten“ als großen Vorteil der neuen Einrichtung, die eben beide Formen unter einem Dach anbiete.

Ab dem 1. August 2014 haben Eltern Rechtsanspruch auf eine Krippenbetreuung für Kinder ab dem ersten Geburtstag. In Neu-Isenburg könne dieser Anspruch erfüllt werden, ist sich Bürgermeister Hunkel sicher. Die Stadt habe rechtzeitig mit dem Ausbau des Angebots begonnen. Im Jahr 2012 habe es 260 Plätze für Ein- bis Dreijährige gegeben. Neben der geplanten Gruppe in der Schwalbenstraße seien weitere fünf in freier Trägerschaft in der Kernstadt geplant. „Damit können wir dieses Jahr eine Betreuungsquote von über 50 Prozent erreichen und den aktuellen Bedarf decken“, sagt Hunkel. Derzeit gibt es in der Stadt 56 Kindergartengruppen für Drei- bis Sechsjährige sowie 20 Gruppen der U3-Betreuung in städtischer, kirchlicher und freier Trägerschaft.

Der Verein Kaleidoskop ist der größte freie Träger von Kinderbetreuung im Stadtgebiet. Er begann 1980 mit Angeboten im Stil der „Kinderläden“, bei denen Eltern selbst einen Teil der Betreuung leisteten. 1995 eröffnete der Verein einen Kindergarten im Bertha-Pappenheim-Haus, 2005 bezog er schließlich das erste eigene Gebäude in der Zeppelinstraße.

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