+
Derzeit ein Feuchtbiotop: die Baustelle der neuen Halle.

Multifunktionshalle Neu-Isenburg

Neubau mit geringen Folgekosten

  • schließen

Die neue Multifunktionshalle in Neu-Isenburg soll besonders wirtschaftlich werden. Der energieverbrauch wird durch neue Technik stark reduziert. Die Halle soll für Sport, Feste und Theateraufführungen genutzt werden.

Im Winter kommenden Jahres sollen die ersten Vereine in der neuen Multifunktionshalle im Neu-Isenburger Sportpark trainieren und feiern können. Am Freitag der kommenden Woche wird offiziell der Grundstein für den Neubau gelegt.

3,5 Millionen Euro investiert die Stadt trotz defizitären Haushalts in das neue Gebäude an der Alicestraße; es schließt sich an die bestehende Halle und das Hallenbad an, das zurzeit saniert wird. „Preiswert und gut“ sei das von Architekt Daniel Dillig geplante Gebäude, lobte gestern Bürgermeister Herbert Hunkel. Der Erste Stadtrat Stefan Schmitt sagte, dass die Halle mit ihrer modernen zeitlosen Architektur und der großen Glasfassade an die bestehende Halle angepasst sei.

Ein Paradebeispiel

Die multifunktionale Freizeit- und Sporthalle werde im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ gebaut und sei ein „Paradebeispiel für die wirtschaftliche Sportstättenerstellung“, sagte der Bürgermeister.

Errichtet wird das Gebäude direkt neben der Sporthalle und dem Hallenbad in Passivhausbauweise. Rund 60 bis 70 Prozent weniger Energie soll der Betrieb schlucken als ein vergleichbarer Bau aus den 70er Jahren.

Damit könne man an der Preisschraube für die Folgekosten drehen, sagte Dillig, Müsse man heute normalerweise bei einem Neubau damit rechnen, dass die Summe der Baukosten in den 50 Jahren danach nochmals als Folgekosten anfallen, würde dieser Zeitraum bei der mit Passivhauslüftungstechnik ausgestatteten Neu-Isenburger Halle theoretisch bei 100 Jahren liegen.

Feiern und Theater

Die Reduzierung des Energieverbrauchs werde durch den Einsatz von Lüftungstechnik entsprechend den Empfehlungen des Passivhausinstituts Darmstadt erreicht, erläuterte Dillig. Nicht nur eine speziell entwickelte Luftführung, sondern auch die Wärmedämmung und Heiztechnik würden den gesamtenergetischen Verbrauch senken.

Bürgermeister Hunkel und Erster Stadtrat Schmitt betonten, dass neben dem Sport auch andere Veranstaltungen wie Feste oder Theateraufführungen in dem neuen Gebäude stattfinden könnten. So wurde auf eine entsprechende Schallabsorption geachtet, damit auch Konzerte dort über die Bühne gehen können.

Platz für Schulsport

Der Hallenneubau sei aber nicht nur für die Vereine und private Nutzer wichtig, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel; auch der Schulsport würde davon profitieren. Denn im Vergleich liegt in der Stadt die für Schulkinder zur Verfügung stehende Hallenfläche deutlich unter der etwa der Nachbarkommunen Langen und Dreieich.

Mit dem Neubau soll der Rückstand nun etwas aufgeholt werden. Dies sei auch einer der Gründe gewesen, die neue Halle auch bei defizitärem Haushalt zu stemmen, hatte der Bürgermeister im Vorfeld gesagt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare