Neu-Isenburg

Hortbetreuung ist ein Erfolg

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Das Konzept der stadteigenen Gesellschaft Niki ist wegweisend und hat sich in Neu-Isenburg bewährt. Es gab sogar Kostenersparnisse.

Niki ist erfolgreich: Nach vier Jahren fällt die Bilanz für die Neu-Isenburger Kinderbetreuungs gGmbH – kurz Niki genannt – äußerst positiv aus. Die stadteigene gemeinnützige Gesellschaft, die die Betreuung an den Grundschulen auf sichere Beine stellt, werde immer wieder vom Kultusministerium gelobt, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos).

Als die Fördervereine im Jahr 2016 bei der Schulkindbetreuung an ihre Grenzen stießen, ging Neu-Isenburg als erste Stadt in der Region einen neuen Weg: Sie gründete die gemeinnützige GmbH, die die Fördervereine entlastete und aus der Haftung nahm. Niki fungiert als koordinierender Dienstleisterin.

Bis dahin war die Hortbetreuung an den Neu-Isenburger Grundschulen ehrenamtlich und sehr verschiedenartig organisiert. Es gab unterschiedliche Angebote für den Nachmittag, unterschiedliche Ferienbetreuung, unterschiedliche Verwaltungsprozesse, unterschiedliche Arbeitsverträge und Bezahlung. „Jeder Förderverein hatte seinen eigenen Steuerberater“, sagte Niki-Prokuristin Barbara Theis bei der Vorstellung der Erfolgsbilanz. „Der ehrenamtliche Vorstand der Fördervereine wechselte in der Regel spätestens alle zwei Jahre, die Neuen mussten sich erst einmal einarbeiten.“

Niki vereinfachte und professionalisierte das alles – und sorgte durch die Standardisierung der Verwaltung sogar für Kostenersparnisse. Alle 64 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den ehemaligen Fördervereinen und Betreuungseinrichtungen wurden in die neue stadteigene GmbH übergeleitet. Heute sind es 77 Beschäftigte, die alle gleich bezahlt werden – und zwar genauso wie Erzieher und Erzieherinnen.

Mit gut 1,8 Millionen Euro bezuschusst die Stadt in diesem Jahr die Niki gGmbH. „Wir haben aus den vielen kleinen Schiffen einen großen Tanker gemacht“, sagt der Bürgermeister. Das Ergebnis spricht für sich: Neu-Isenburg hat insgesamt 1020 Hortbetreuungsplätze – „mit Abstand die meisten im Kreis Offenbach“, so Hunkel. 80 Prozent aller Grundschüler werden nachmittags betreut, die Betreuungszeit konnte sogar bis 17 Uhr ausgedehnt werden.

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