Neu-Isenburg

Neu-Isenburg: Für Mittelzentrum

  • schließen

Der Magistrat der Stadt Neu-Isenburg kritisiert die Pläne des Landes, wonach manche Kommunen als Mittelzentren Kooperationsverträge schließen sollen.

Auch in Neu-Isenburg gibt es Widerstand gegen die Pläne des Landes, dass Mittelzentren künftig mehr zusammenarbeiten sollen. Vor allem die Androhung, andernfalls Mittelzentren – auch Neu-Isenburg ist eines – zu Grundzentren herabzustufen und ihnen damit weniger Geld zuzuweisen, stößt auf landesweit Ablehnung. Denn das hätte eine „entsprechende finanzielle Benachteiligung im kommunalen Finanzausgleich“ zur Folge, heißt es auch in der Stellungnahme des Magistrats Neu-Isenburg.

Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main als Vertreter eines Großteils der betroffenen Mittelzentren hat dazu laut der Mitteilung einen Dringlichkeitsantrag bei der Verbandskammer eingereicht. Im Wesentlichen wird gefordert, die Mittelzentren zu erhalten und zu stärken. Eine Herabstufung zu Grundzentren wird abgelehnt. Der Stadtverordnetenversammlung liegt dieser Antrag in der kommenden Wochen zur Beschlussfassung vor.

Neu-Isenburgs Status wäre den Angaben des Magistrats zufolge künftig „Mittelzentrum im Verbandsgebiet“. Auf Basis von Kooperationsvereinbarungen sollen dann Leistungen der Gesundheitsversorgung, der Versorgung mit Sport- und Kulturangeboten, beim Einzelhandel, bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten oder im ÖPNV gemeinsam erbracht werden.

Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) sieht die Entwicklung der Stadt ohnehin eher in Richtung Herauf- statt Herabstufung: „Wir sind der Auffassung, dass Neu-Isenburg schon seit Jahren die Funktion eines Mittelzentrums mit Teilfunktion eines Oberzentrums erfüllt.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare