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Die Baustelle des Terminal 3. Unten im Bild: Cargo City Süd. Bild: Peter Jülich

Neu-Isenburg

Neu-Isenburg: Der Kampf gegen die giftige Erde geht weiter

Die beiden Flughafenanrainer Neu-Isenburg und Mörfelden-Walldorf gehen nun gemeinsam gegen das von der Fraport geplante Bodenlager vor.

Dass Fraport 600 000 Kubikmeter giftige Erde fünf Jahre lang in einem Bodenlager deponieren will, wollen sich die Flughafenanrainer Mörfelden-Walldorf und Neu-Isenburg nicht gefallen lassen. Den mit Polyfluorierten Chemikalien (PFC) belasteten Aushub will die Fraport in ein Zwischenlager auf einer Fläche der Cargo City Süd, die zu Mörfelden-Walldorf gehört, umschichten.

Beide Kommunen hatten bereits in der Vergangenheit Kritik daran geäußert. Nun teilen sie in einer gemeinsamen Stellungnahme mit, dass sich die Bürgermeister beider Kommunen zusammentun. „Wir können nicht hinnehmen, dass die Fraport, dort wo früher ein Bannwald war, jetzt eine Deponie mit belasteten Boden bauen möchte“, sagt Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne). Und Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) macht deutlich: „Unser Hauptanliegen ist eine gefahrlose und schnellstmögliche Entsorgung des kontaminierten Erdaushubs, ohne dass unsere Einwohner eine Gefährdung ausgesetzt werden.“

Laut Mitteilung sind beide Kommunen momentan dabei, eine Stellungnahme an das Regierungspräsidium Darmstadt einzureichen. Dabei gehe es auch um die Problematik der Umweltgefährdung und des Trinkwasserschutzes. Man hoffe darauf, dass die Fraport eine andere Entsorgungsmöglichkeit finde. (hsr)

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