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Per Hand warfen die DLB-Mitarbeiter das verschimmelte Gemüse zur Entsorgung in Biotonnen.

Neu-Isenburg

Neu-Isenburg: Fünf Tonnen Gemüse im Wald

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Die Stadt Neu-Isenburg tippt auf Restaurantbesitzer: Unbekannte haben fünf Tonnen Gemüse und jede Menge Verpackungsmaterial im Wald abgekippt.

Umweltfrevel der anderen Art: Fünf Tonnen Gemüse und 600 Kilogramm Verpackungsmaterial sind im Wald zwischen Neu-Isenburg und Dreieich gelandet. Spaziergänger entdeckten am Montag riesige Haufen von Zucchini, Paprika, Salatgurken, Lauch, Bohnen und Auberginen, die an zwei Stellen mitsamt Plastikkisten und -säcken sowie Paletten illegal entsorgt worden waren. „Die Lebensmittel waren überwiegend verdorben“, so Neu-Isenburgs Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU). Die Menge lasse auf einen Gemüsehändler oder Restaurant-Besitzer schließen, erklärte er in einer ersten Stellungnahme.

Am Mittwoch fuhren Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs (DLB) Dreieich und Neu-Isenburg den Müll von den beiden Fundorten ab. Diese sind zum einen in der Nähe des Waldfriedhofes zwischen Dreieich und Neu-Isenburg, zum anderen in dem Bereich der für den Autoverkehr gesperrten Verlängerung der Neuhöfer Straße in Richtung Dreieich.

„Wir haben das Gemüse per Hand vom Plastik getrennt und konnten es so in Biotonnen entsorgen“, sagte Frank Ullrich, Leiter Abfallwirtschaft beim DLB. Über die Biotonnen wanderte es direkt in zwei Müllfahrzeuge und wurde in die Bioverwertungsanlage nach Frankfurt kutschiert.

„Zig Leute und die Polizei haben uns über die Gemüseberge im Wald informiert“, sagte Stadtrat Schmitt. Laut Ullrich sah ein Bürger sogar, wie ein Lastwagen das Gemüse von der Ladefläche kippte. Als der Fahrer gemerkt habe, dass er beobachtet wurde, sei er geflüchtet. Der Bürger habe sich aber noch das Kennzeichen notieren können. Weil der Tatort auf Dreieicher Gemarkung lag, seien die Informationen ans Ordnungsamt Dreieich weitergegeben worden, wo derzeit noch Ermittlungen laufen.

Wenn der Verursacher ermittelt werde, drohe ihm bis zu 10 000 Euro Strafe, so Schmitt. Die Entsorgung von Gewerbemüll sei ein Straftatbestand.

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