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Oberfeuerwehrmann Anastasios Archontidis bringt die neue Drohne zum Fliegen.

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Neu-Isenburg: Eine Drohne für den Überblick im Ernstfall

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Die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg hat jetzt eine Drohne. Sie soll helfen, bei großflächigen Bränden Glutnester, gefährdete Lebewesen und das gesamte Ausmaß zu erkennen.

Die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg wird jetzt durch eine Drohne unterstützt. Am Dienstagmorgen haben Landrat Oliver Quilling (CDU) und Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann das gute Stück an den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Stefan Werner, übergeben.

Die Drohne soll den freiwilligen Einsatzkräften dabei helfen, die Lage vor Ort besser einzuschätzen. So kann der Hexacopter beispielsweise Wald- und Flächenbrände oder große Industrieanlagen, die in Flammen stehen, überfliegen und mit der 360-Grad-Kamera Bilder an die Technische Einsatzleitung vor Ort übertragen. „Wärmequellen und Glutnester, auch versteckte, können ebenso aufgespürt werden wie Menschen oder Tiere“, sagt Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann.

60 hochauflösende Bilder liefert die Standardkamera pro Sekunde in den Einsatzleitwagen ELW 2 des Kreises Offenbach, der in Neu-Isenburg steht. Laut einer Pressemeldung des Kreises Offenbach beträgt die maximale Flughöhe der sechs-Rotoren-Maschine 500 Meter. Bis zu 1,6 Kilometer kann sich die Drohne von der Einsatzleitung entfernen. Der Akku hält bis zu 25 Minuten.

Rund 6000 Euro hat der Kreis Offenbach nach eigener Auskunft in die neue Technik investiert. „Das Geld ist gut angelegt“, so Landrat Quilling. „Wir können damit bei größeren, überörtlichen Einsätzen eine optimale Lagedarstellung erreichen und so unsere freiwilligen Feuerwehrkräfte entlasten.“ Es sei zu erwarten, „dass Wald- und Flächenbrände weiter zunehmen werden“, sagt Quilling. Mit der Drohne reagiere man auf die „veränderten Anforderungen an unsere Feuerwehrkräfte“.  

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