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761 Kartons und Säcke hat der Lastwagen nach Beregovo in Transkarpatien auf dem Buckel.

Neu-Isenburg

Mäntel für Beregovo

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Der Verein ,,…täglich Brot für Beregovo“ schickt neun Tonnen Kleidung in die südwestliche Ukraine.

Seit 17 Jahren schicken Ehrenamtliche aus Neu-Isenburg Kleidung und Schuhe nach Beregovo in Transkarpatien. Liebevoll verpackt, sortiert nach Größen und Farben. Als Jutta Lösch das Projekt damals mit ihrem Mann gestartet hat, waren es noch 100 Kartons, die pro Jahr in den südwestlichsten Zipfel der Ukraine geschickt wurden, erzählt sie.

Am Ende der vergangenen Woche waren es ganze neun Tonnen, die die vielen Helfer, darunter Neuntklässler der Goetheschule, Flüchtlinge aus Neu-Isenburg, Vereinsmitglieder und weitere Frühaufsteher, auf den großen Lastwagen hieven konnten.

Die warme Kleidung wird in Beregovo sehnlichst erwartete, von Menschen verschiedener Religionen und Ethnien, die die wirtschaftsschwache Region bewohnen. Hier standen zur Zeiten der Sowjetunion Rüstungs- und Munitionsfabriken, erzählt die 77-jährige Jutta Lösch, die ihre Arbeit vor gut eineinhalb Jahren zu einem großen Teil an einen Verein abgegeben hat, in dem sie selbst noch als Beisitzerin agiert. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs seien viele Menschen arbeitslos geworden. Und viele sind es bis heute. Zudem steige wegen der Kämpfe im Osten des Landes die Inflation. Viele Waren seien nicht oder kaum noch zu kaufen, erzählt Lösch.

Deshalb hat der Lastwagen aus Neu-Isenburg auch dieses Mal weitere Waren an Bord: Gardinen und Bettlaken, Bettwäsche und Matratzen. Daneben sammelt der Verein Geld, um den Transport zu bezahlen und die Versorgungsküche des Diakonischen Zentrums auszustatten, die täglich 400 Essen kocht. Auf diese Weise sind schon Backöfen, Einweckgläser und sogar ein Treibhaus für den Gemüseanbau aus Neu-Isenburg in Beregovo gelandet.

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