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Die Neu-Isenburger Bahnhofstraße ist wieder attraktiver für Spaziergänger und Kunden geworden.

Neu-Isenburg

Leben in der Fußgängerzone

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Die Bahnhofstraße will mit neuen Angeboten mehr Flair bieten und neue Kunden locken. Noch stehen drei Geschäfte leer, doch insgesamt wird die Einkaufsmeile wieder ihrem Namen gerecht, hat Sigrid Aldehoff beobachtet.

Vom Nähgarn über Acrylgemälde, Blumen, Schreibwaren und Kleidung bis hin zu Feinkost reicht das Angebot. An verschiedenen Stellen stehen Tische und Stühle auf der Straße und laden zum Imbiss oder Kaffeetrinken ein: Dem „Patienten“ Fußgängerzone Bahnhofstraße in Neu-Isenburg geht es offenbar besser, nicht nur, weil das Pflaster erneuert worden ist.

Noch stehen drei Geschäfte leer, doch insgesamt wird die Einkaufsmeile wieder ihrem Namen gerecht. An der Ecke zur Waldstraße gibt es jetzt am Eingang zur Fußgängerzone einen einladenden zusätzlichen Feinkosthandel, der den früheren schnellen Wechsel diverser Läden beendet zu haben scheint. Das Geschäft lädt ebenfalls zum Imbiss ein und wird nach Informationen von Bürgermeister Herbert Hunkel gut angenommen. Die Stadt unterstütze Geschäfte, die für eine Belebung der Bahnhofstraße sorgten; so müssten sie keine Gebühren für die Bewirtschaftung auf der Straße zahlen.

Auch der Leerstand im ehemaligen Schuhgeschäft Emich, für 100 Jahre Anlaufstelle für Neu-Isenburger Kunden, ist jetzt beendet: Hierher ist das Teestübchen von gegenüber umgezogen, bietet jetzt ebenfalls Spezialitäten von Tee und Kaffee bis Schokolade, Alkoholika, Essig und Öle. Auch die Rutsche, die im früheren Schuhhaus Emich der Renner beim Nachwuchs und der schnelle Weg in die Kinderabteilung war, ist erhalten geblieben. „Der Landrat hat sie vor kurzem ausprobiert,“ sagt Inhaber Holger Castrian, und vermutet, dass Oliver Quilling wohl schon als Kind beim Schuhkauf dort gerutscht ist. Daneben gibt es jetzt auch wieder Kurz- und Modewaren für Reißverschlüsse und Garn. „Wir wollen ebenfalls mittags Kleinigkeiten als Imbiss anbieten, damit die Leute, die hier in der Nähe arbeiten, nicht weit laufen müssen.“

Für die Folgen dieser Angebote will die Stadt Sorge tragen: In der Bauerstraße scheint jetzt ein Standort für eine öffentliche Toilette gefunden zu sein und wird auf Eignung geprüft. Mitte September soll es ein Gespräch mit allen Geschäftsinhabern der IG City geben, der auch das Isenburg-Zentrum (IZ) angehört. Dessen Management soll für die Vermarktung der leerstehenden Ladenräume in der Fußgängerzone gewonnen werden. „Das soll professionell gemacht werden,“ sagte Hunkel. So könnte Geschäften, für die die Mieten im IZ zu teuer seien, der Standort Bahnhofstraße empfohlen werden.

Verkaufsoffene Sonntage

Drei verkaufsoffene Sonntage sollen noch in diesem Jahr Kunden anlocken und ihnen zeigen, welche Veränderungen es gibt. Am 5. September machen die Geschäfte bei den Gesundheitstagen des IZs mit. Am 3. Oktober wird das Thema Circus Roncalli aufgegriffen mit Requisiten aus mehr als 30 Jahren Zirkusgeschichte. Dazu wird der nach Neu-Isenburg gezogene Zirkus Wannabe sich in der Fußgängerzone präsentieren. Am 7. November ist Thüringer Woche mit 20 Verkaufsständen. Auch ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt ist laut Wolfgang Bumann, Sprecher der IG City für die Adventszeit geplant.

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