Neu-Isenburg

Lärmschutz an der A3

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Bürgermeister Hunkel und die FDP wollen dasselbe: die Bürger vor dem Krach der Autobahn beschützen. Der eine möchte eine nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung, die anderen mehr Fahrspurens.

Das Land Hessen hat seine Verkehrsbehörde Hessen Mobil aufgefordert, die A 3 bei Neu-Isenburg bis Mitte August schalltechnisch zu begutachten und dem Verkehrsministerium „eine umfassende fachliche Stellungnahme“ zu schicken. Das teilt die Stadt Neu-Isenburg mit. Demnach hatte Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) erst in der vergangenen Woche an das Ministerium geschrieben und „auf die Lärmsituation entlang der A 3 hingewiesen“. In dem Schreiben habe er „als ersten Schritt“ empfohlen, die zulässigen Geschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer in der Zeit von 22 bis 6 Uhr herabzusetzen, teilt Hunkel mit. Er freut sich über die seiner Meinung nach schnelle Reaktion des Ministeriums: „Das zeigt, dass unser Anliegen für einen besseren Lärmschutz an der A 3 ernst genommen wird“.

Unterdessen kritisiert die Neu-Isenburger FDP diese Forderung nach einer nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung. Die stelle eine „unnötige Einschränkung der individuellen Mobilität dar“, die „das eigentliche Problem ohnehin nicht löst“, wird die stellvertretende Vorsitzende der Liberalen, Susann Guber, in einer Pressemeldung zitiert. Ihre Partei favorisiere, die A 3 vierspurig in jede Richtung auszubauen und einen „zeitgemäßen Lärmschutz“ zu errichten. „Leider wird genau diese offensichtliche Lösung vom grünen hessischen Verkehrsminister verweigert“, sagt FDP-Vorsitzender Dirk Stender. Dabei habe der Bund die Gelder bereits zugesagt. bil

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