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Junge Bäume leiden

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Von: Lara Feder

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Die Straßenbäume leiden unter der langanhaltenden Hitze. Bürger in Dreieich und Neu-Isenburg werden gebeten, sie zu gießen.

Die extreme und langanhaltende Hitze hat Menschen in Dreieich und Neu-Isenburg zu schaffen gemacht. Bäume sind da oft die letzte Rettung: Sie spenden Schatten und sorgen für Kühlung – doch leiden sie selbst unter der Trockenheit.

„Straßenbäume haben durch die Bodenversiegelung ein Problem, sich ausreichend mit Wasser zu versorgen. Ihre Lebensbedingungen sind in diesen Tagen teilweise wüstenähnlich“ erklärt Landschaftsarchitekt vom Dienstleistungsbetrieb Neu-Isenburg (DLB), Sylvio Jäckel. Besonders betroffen seien junge Straßenbäume. Sie haben noch kein ausgeprägtes Wurzelwerk und können noch kein Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.

Aber auch im Altbaumbestand gibt es bereits erste Ausfälle: „Gerade vergangene Woche hat beispielsweise im Bürgerpark Dreieich eine alte Birke in Folge der Hitze bereits ihr Herbstkleid angelegt. Die Blätter verfärben sich gelb und fallen ab. Ob sie im nächsten Jahr wieder austreibt, bleibt abzuwarten“, sagt Jäckel.

Wegen der hohen Temperaturen werden verstärkt Jungbäume und qualitativ hochwertige Pflanzungen gewässert. Der Altbaumbestand dagegen muss so klar kommen. Denn der Durst der Pflanzen ist für die DLB-Mitarbeiter kaum zu bewältigen. „Die bewässerten Flächen sind bei diesen Temperaturen ein bis zwei Tage später wieder trocken“, so Jäckel.

Deshalb bittet der DLB alle Dreieicher und Neu-Isenburger, einen Baum in ihrer Nähe regelmäßig zu gießen: Wenn möglich jeden zweiten Tag zwei bis drei Gießkannen Wasser (kein Putz- oder Spülwasser). „Die Pflanzen sind für jeden Tropfen dankbar.“

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