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Hugenottenhalle: „Sanierungsbedürftig an allen Ecken und Enden“

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Die Hugenottenhalle soll umgebaut werden.
Die Hugenottenhalle soll umgebaut werden. © Rolf Oeser

Die Neu-Isenburger Grünen hoffen auf Fördermittel für den Umbau der Hugenottenhalle. Bei einem Besuch von Wissenschaftsministerin Angela Dorn fühlen sie schon einmal vor.

Am Mittwoch steht in der Stadtverordnetenversammlung in Neu-Isenburg die Sanierung und Erweiterung der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek zu einem Kultur- und Bildungszentrum auf der Agenda.

Im Vorgriff haben die örtlichen Grünen am Freitag schon mal bei „ihrer“ hessischen Ministerin vorgefühlt, ob und aus welchem Programm Zuschüsse fließen könnten. Die Stadtverordnete Maria Sator-Marx und Bürgermeisterkandidat Oliver Gröll stellten Angela Dorn (Grüne), Ministerin für Wissenschaft und Kunst, das 30-Millionen-Projekt vor. Die in die Jahre gekommene Halle, die „an allen Ecken und Enden sanierungsbedürftig ist“, so Gröll, soll zu einem Wohnzimmer der Stadt werden, in dem sich alle wohlfühlen. Die Staatsministerin könne doch mithelfen, das „Wohnzimmer“ zu errichten. „Ich bräuchte es konkreter, wie die Vision für den Komplex Hugenottenhalle und Stadtbibliothek aussehen soll“, sagte Dorn. „Wenn der Antrag weiter gediehen ist, habe ich mehr Chancen, bei der Verwirklichung mitzuhelfen.“

Eine Möglichkeit biete das Förderprogramm „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“, mit dem die Kulturstiftung des Bundes Stadtbibliotheken als offene Orte der Begegnung etablieren will. Es sei jedoch offen, ob es nach der Bundestagswahl weiter aufgelegt wird. Geld könne möglicherweise auch aus dem Kulturkoffer fließen, mit dem das Land die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern will, oder aus der freien Theaterförderung. Gröll und Sator-Marx bedankten sich für die Unterstützung des „Iseborjer Kultursommers“, der am Sonntag zu Ende ging. Mit 370 000 Euro hatte das Land die vierwöchige Veranstaltung im Sportpark unterstützt. Der Kultursommer habe „ein Riesenpotenzial“, so Gröll. Das Musikfestival Open Doors werde wohl zukünftig nicht mehr in der Innenstadt, sondern im Sportpark stattfinden, weil die Frankfurter Straße über das Stadtentwicklungsprogramm umgebaut werde.

„Ich hoffe, dass das etwas Nachhaltiges wird“, sagte die Ministerin, „und freue mich, dass schon ein Impuls da ist.“ Eine Zusage, dass vom Land erneut eine so große Summe fließen wird, gab sie aber nicht.

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