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Zurzeit werden noch Fliesen im Schwimmbad verlegt.
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Zurzeit werden noch Fliesen im Schwimmbad verlegt.

Neu-Isenburg

Hallenbad öffnet noch später

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Die für Ende März geplante Eröffnung des Neu-Isenburger Hallenbades verzögert sich erneut um mehrere Wochen. Der Grund: Weil der Estrich am Beckenrand zu feucht war, mussten Trocknungsgeräte aufgestellt werden. Auf einen neuen Eröffnungstermin will sich die Stadt nicht festlegen.

Die für Ende März geplante Eröffnung des Neu-Isenburger Hallenbades fällt erneut ins Wasser – allerdings ist dieses Bild nicht ganz passend: Wasser gibt es nämlich noch keines im Becken. Denn das ist das Problem: Eigentlich sollte es schon seit vergangenen Montag langsam volllaufen. Doch bei den Arbeiten am Beckenrand sei es nun zu Verzögerungen gekommen, berichteten Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) und Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) gestern.

Wegen des Hallenbades habe er zahlreiche E-Mails von Bürgern bekommen, sagte Hunkel, der nach einer Fußoperation zwar noch krankgeschrieben ist, die Amtsgeschäfte aber mit Gehgips und Krücken allmählich wieder aufnimmt. Auf einen neuen Eröffnungstermin wollten sich Hunkel und Schmitt nicht festlegen, widersprachen der Frage, ob es Mitte bis Ende April werden könne, aber auch nicht. Die Hallenbadsaison dürfte dann allmählich zu Ende gehen. „Es ist, wie es ist“, sagte Schmitt.

Die Opposition lästert

Der Grund für die neue Verzögerung: Der Estrich am Beckenrand habe eine zu hohe Restfeuchtigkeit von mehr als drei Prozent aufgewiesen, erklärt Schmitt. Deshalb habe man zusätzliche Trocknungsgeräte aufstellen müssen. Inzwischen sei der Estrich aber so weit getrocknet, dass mit den Fliesenarbeiten begonnen werden konnte.

An einem bereits mit Wasser gefüllten Becken zu arbeiten, verbietet sich nach Angaben von Eberhard Röder, Geschäftsführer der Stadtwerke, aus hygienischen Gründen. Er denkt mit Grausen an die Sanierung des Kasseler Auebades. Dort musste das fertige Schwimmbad kurz vor der Eröffnung wochenlang gesperrt werden, weil das Wasser bei den letzten Bauarbeiten mit Bakterien verunreinigt worden war.

Vorsicht ist ja gut, doch die Opposition kann sich das Lästern nicht verkneifen. „Das ist jetzt der dritte Eröffnungstermin, der geplatzt ist. Bald nimmt das ja Ausmaße an wie beim Berliner Flughafen“, sagt Markus Munari (SPD) ironisch. Für viele Schulen, die Schwimmunterricht anbieten sollen, sei das allerdings ziemlich schwierig zu planen.

„Mit Verlaub: Wenn ich am 29. Januar im Bauausschuss Zweifel habe, dass ich rechtzeitig fertig werde, verspreche ich doch nicht, am 10. Februar das Wasser einzulassen“, sagt Maria Sator-Marx (Grüne) verärgert.

Parlament muss zustimmen

Munari mutmaßt, die erneute Verzögerung könnte auch einen ganz anderen Grund haben: Noch ist der im November von den Stadtverordneten verabschiedete Haushalt der Stadt nicht genehmigt. Ein Nachtragshaushalt, der wegen der Mehrkosten von drei Millionen Euro für die Hallenbadsanierung nun nötig ist, könne vom Parlament aber erst verabschiedet werden, wenn der Landrat den Stammhaushalt genehmigt habe. „Mich würde mal interessieren, was passiert, wenn die Stadtverordneten Nein sagen“, fragt sich Munari. Schließlich seien die Bauarbeiten inzwischen weitgehend erledigt. „Die SPD prüft, ob man dem Parlament überhaupt einen Beschluss vorlegen kann, wenn das Geld schon ausgegeben wurde.“

„Der Haushalt ist auf Kante genäht. Unsere Rücklagen sind aufgebraucht“, sagt Sator-Marx. „Ich gehe davon aus, dass der Kreis Auflagen macht. Vielleicht sollte man das Hallenbad erst im September aufmachen. Wenn wir Ende April öffnen und am 1. Mai schließen, weil die Freibad-Saison beginnt, wäre das ja wie in Schilda.“

Am 20.2. um 18.30 Uhr besichtigt der Bauausschuss die Hallenbad-Baustelle, Alicestraße 118. Die Sitzung ist öffentlich, Besucher können teilnehmen.

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