Rhein-Main

Funknetz in Dreieich und Neu-Isenburg eröffnet neue Möglichkeiten

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Das neue Funk-Datennetz „LoRaWan“ ist in Dreieich und Neu-Isenburg gestartet. Es soll aufwendige Messungen wie etwa vom Grundwasserpegel erleichtern.

In Zukunft sind in Neu-Isenburg und in Dreieich leicht Messungen möglich, die normalerweise aufwendig und zeitintensiv sind. Grundlage dafür ist ein interkommunales Funk-Datennetz, das die Stadtwerke Neu-Isenburg und Dreieich in Kooperation mit dem Dienstleistungsbetrieb (DLB) Dreieich und Neu-Isenburg Ende Juni in Betrieb genommen haben. Das sogenannte Long Range Wide Area Network (LoRaWan) ist die Basis für das Internet der Dinge, das es ermöglicht, dass Maschinen und technische Geräte miteinander kommunizieren.

„Das Funknetz arbeitet im Langwellenbereich, hat eine große Reichweite und wenig Strahlung. kann aber keine Sprache übertragen“, erklärte Uwe Hildebrandt von den Stadtwerken Neu-Isenburg jüngst in einer Pressekonferenz. Der Technologiepartner Count + Care aus Darmstadt installiert in den beiden Städten zahlreiche LoRaWan-Sensoren, die regelmäßig kleine Datenpakete über eine große Entfernung an Netzwerkknoten – sogenannte Gateways – senden. Das erste Gateway wurde auf dem Dach der Stadtwerke Neu-Isenburg installiert, zwei weitere Gateways in Dreieich sind in Planung.

Die Stadtwerke Neu-Isenburg installieren bis Ende September zwei Sensoren im Stadtwaldgebiet. Sie messen dort den Grundwasserpegel; die Messung und Datenübertragung wird automatisch statt bisher manuell erfolgen.

Der DLB plant als Pilotprojekt, Straßenbelagstemperaturen per LoRaWan-Sensoren zu messen, um künftig zuverlässig zu ermitteln, wann mit Bodenfrost zu rechnen ist und der Winterdienst ausrücken muss. Auch Wasserzähler können so ausgelesen, CO2-Messungen vorgenommen und Heizanlagen kontrolliert werden. Öffentlicher Parkraum kann mit LoRaWan ebenfalls überwacht werden.  

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