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72 Mietwohnungen entstehen in den vierstöckigen Gebäuden der Gewobau.

Wohnen in Neu-Isenburg

Ersten Musterwohnungen sind im Birkengewann fertig

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200 Interessenten haben die 72 Wohneinheiten der Gewobau im Neu-Isenburger Neubaugebiet Birkengewann besichtigt, das erstmals von den Stadtwerken mit Fernwärme versorgt wird.

Im Neu-Isenburger Neubaugebiet Birkengewann drehen sich derzeit die Kräne um die Wette. 590 Wohneinheiten für 1200 bis 1300 Menschen entstehen in den kommenden drei Jahren auf dem 24,1 Hektar großen Areal zwischen Offenbacher und Friedhofstraße. Die städtische Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) hat nun die ersten Musterwohnungen vorgestellt.

Insgesamt 2500 Wohnungen hat die Gewobau in Neu-Isenburg im Bestand, davon sind 1050 Sozialwohnungen. Solche sind hier aber nicht geplant. Die 72 Wohneinheiten in den drei Häusern, die aktuell an der Anny-Schlemm-Straße gebaut werden, sind frei finanziert; Mieter müssen zwischen 11,50 und 12,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter hinlegen. Dazu kommen Nebenkosten von drei Euro pro Quadratmeter. Die 64 bis 116 Quadratmeter großen Mietswohnungen in den viergeschossigen Neubauten gehören damit zu den teuersten, die die Gewobau anbietet. „Unser Unternehmen führt Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von vier bis 12,50 Euro“, sagt Geschäftsführer Stephan Burbach.

200 Interessenten hat er an drei Terminen durch die Musterwohnungen und in die Tiefgarage mit den 92 Stellplätzen geführt. „So wie es aussieht, sind noch Wohnungen frei“, sagt er. Mitte November sollen die Mietverträge mit den Interessenten gemacht werden. „Die Stadt vermietet vorwiegend an Isenburger Bürger“, so Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos).

In vier bis fünf Wochen will die Gewobau dann weitere 89 Wohnungen in vier Gebäuden an der Offenbacher Straße in Angriff nehmen. 18 Monate Bauzeit sind geplant. Inklusive Grunderwerb investiere man gut 50 Millionen Euro für die insgesamt 161 Wohnungen, so Burbach.

57 Reihenhäuser

In Kooperation mit der Frankfurter GWH Bauprojekte GmbH baut die Gewobau im Birkengewann aktuell auch 57 Reihenhäuser mit jeweils 150 Quadratmetern Fläche auf drei Etagen, die sogenannten „Isenburger Gärten“. „80 Prozent sind schon verkauft, davon rund ein Drittel an Isenburger“, so Burbach.

Für die Stadt bedeuten die Neubürger zwar Einnahmen aus der Einkommenssteuer, aber auch Ausgaben: Für 3,6 Millionen Euro entsteht an der Anny-Schlemm-Straße bis voraussichtlich Februar 2019 die Kita Birkengewann. 135 Kinder in sechs Gruppen, davon zwei U3-Gruppen, sollen dort unterkommen. Im Inneren der Kita installieren die Stadtwerke ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk und zwei Erdgasheizkessel zur Abdeckung der Spitzenlast. Diese Heizzentrale wird 60 Reihenhäusern und 150 Wohnungen mit Wärme versorgen sowie 400 Haushalte mit Strom – quasi Abfallprodukt der Wärme. Mit dem fast einen Kilometer langen Fernwärmenetz gehen die Stadtwerke ab Anfang November neue Wege.

Neu-Isenburg wird in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Zu den 1300 Menschen im Baugebiet Birkengewann werden noch 1600 Einwohner im künftigen Stadtquartier Süd kommen, blickt Hunkel voraus.

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