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Von: Christoph Manus

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So soll das neue Ladenzentrum am Dietzenbacher Kreishaus einmal aussehen.
So soll das neue Ladenzentrum am Dietzenbacher Kreishaus einmal aussehen. © Ten Brinke

Der Bau des Ladenzentrums zwischen dem Dietzenbacher Kreishaus und der S-Bahn-Station beginnt. Bereits im Oktober sollen die ersten Geschäfte öffnen. Große Pläne gibt es nun auch in Steinberg.

Nach vier Jahren Planung und zähen Verhandlungen soll es nun ganz schnell gehen. Am Mittwoch war offizieller Spatenstich für das neue Ladenzentrum zwischen dem Dietzenbacher Kreishaus und der S-Bahn-Station. Schon im Oktober sollen die Geschäfte öffnen.

In das langgestreckte Gebäude mit geschwungenem Dach, dessen Fassade den inzwischen Dietzenbach-typischen Klinker-Look erhält, ziehen ein fast 2000 Quadratmeter großer Tegut-Markt samt Café, ein Lidl-Markt mit gut 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie eine dm-Drogerie und eine Apotheke der Kette easy ein. Der kleine Tegut in der Babenhäuser Straße soll nach Angaben einer Sprecherin trotzdem bleiben. 225 Parkplätze entstehen Richtung Kreishaus.

Die Ten-Brinke-Gruppe investiert in das neue Zentrum 10,5 Millionen Euro. Sie hat bereits das Rathaus-Center am anderen Ende der Grünachse realisiert.

Geschäftsführer Albert ten Brinke versprach gestern ein archektonisches Highlight: „Durch die schwersten Geburten entstehen die schönsten Kinder.“ Auch Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) ging auf die „endlos lange Entwicklungsgeschichte“ ein. Zwischenzeitlich schien das Bauprojekt auf der Baufeld C genannten Brache in der Stadtmitte gar geplatzt.

Nun aber füllt sich die letzte größere freie Fläche in der neuen Mitte der Kreisstadt. „Wir werden ein urbanes multifunktionales Stadtzentrum haben, das seinesgleichen sucht“, schwärmte Rogg und verwies auch auf das „funkelnagelneue“ Rathaus.

Bewegung gibt es auch in Steinberg. Das Unternehmen Rahlfs Immobilien aus Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) hat das marode und zum großen Teil leer stehende Einkaufszentrum und ein Bürogebäude gekauft. Für etwa zehn Millionen Euro will Rahlfs das Zentrum durch einen Neubau ersetzen und das Bürohaus energetisch sanieren, wie Olaf Hempel vom Dortmunder Unternehmen HI Bauplanung und Engineering, das als Projektentwickler fungiert, auf Anfrage berichtet.

Auch der Neubau soll nach Hempels Angaben ebenerdig sein, mit 5800 Quadratmetern Bruttofläche aber etwas mehr Platz als das bisherige Zentrum bieten. Als Mieter stellt sich das Unternehmen wieder einen großen Supermarkt – bisher ist dort Rewe –, ein Tierfuttergeschäft und Läden für Oberbekleidung vor. Gespräche mit potenziellen und den bisherigen Mietern begännen bald. Für den heutigen Donnerstag sei ein Gespräch mit der Stadt geplant.

Das Unternehmen hofft, noch in diesem Jahr Baurecht zu erhalten und das Gebäude abzureißen. Dann könnte das neue Ladenzentrum schon im Herbst kommenden Jahres eröffnen. Eine große Konkurrenz durch das von Ten Brinke bis dahin realisierte Zentrum in der Stadtmitte sieht Hempel nicht. Das Angebot ergänze sich eher.

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