Zukünftig soll es am Bahnhof Buchschlag auch mehr überdachte Stellplätze und Fahrradboxen geben.

Dreieich

Mehr Parkplätze am Bahnhof Buchschlag im Kreis Offenbach

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Ein Bebauungsplan soll die Grundlage dafür schaffen, dass das Parkchaos im Umgriff des Bahnhofs Buchschlag bald ein Ende hat. Auch ein Parkdeck ist im Gespräch.

Fünf Gleise führen durch den Bahnhof Buchschlag. Allein das macht schon die Bedeutung dieser Haltestelle in Dreieich klar. Viele Pendler steigen hier in die S-Bahn, um nach Frankfurt zu fahren. Der Dreieicher Magistrat will nun dafür sorgen, dass dort künftig mehr Parkplätze zur Verfügung stehen, damit die Anliegerstraßen nicht mehr zugeparkt werden. Er treibt die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein rund 1,4 Hektar großes Park-and-Ride-Areal am Buchschlager Bahnhof voran. Das würde mittelfristig sogar den Bau eines Parkdecks ermöglichen.

In Buchschlag halten die Züge der Dreieichbahn, die von Dieburg und Rödermark kommen, sowie die S3 von Darmstadt nach Bad Soden und die S4 von Langen nach Kronberg. Auch die Buslinie OF-64, die Dreieich mit dem Frankfurter Flughafen verbindet, fährt die Haltestelle an. Der Bahnhof ist ab 2024/25 auch Endhaltestelle der Regionaltangente West, eine Schienenverbindung von Bad Homburg und Eschborn über den Flughafen.

Schon heute reichen die 100 Stellplätze auf dem Pendlerparkplatz südlich des Bahnhofs nicht aus. Das Grundstück gehört der Deutschen Bahn AG (DB), ist auch für Bahnbetriebszwecke gewidmet. „Wir haben mit der DB seit 1999 einen Gestattungsvertrag“, erklärt Martin Krauskopf, Fachbereichsleiter Planung und Bau bei der Stadt.

Aktuell gebe es erste Gespräche mit der Bahn über einen Verkauf der Fläche an die Stadt, sagt der Bauamtsleiter. Das Areal könnte neu beplant und vielleicht sogar mit einem Parkdeck bebaut werden – und deshalb sollen die Stadtverordneten nach Wunsch des Magistrats die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes beschließen. „Gleichzeitig soll so Park and Ride für Bahnreisende dauerhaft sichergestellt werden“, sagt Krauskopf.

Dass zusätzliche Parkplätze kommen müssen, hatte vor vier Jahren bereits eine Untersuchung der Stadtverwaltung aufgezeigt. Laut Krauskopf war damals ein externer Dienstleister mit einer Machbarkeitsstudie für ein Parkdeck oder Parkhaus betraut worden, um das Parkchaos in den Anliegerstraßen in den Griff zu bekommen. „Ein Bebauungsplan würde jetzt den Bau eines Parkdecks ermöglichen“, so Krauskopf. Im Vorgriff müsse es aber eine erneute Untersuchung geben, sowie Info-Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung. „Das Parkdeck könnte für die Wohnbebauung durchaus eine schallschützende Wirkung haben“, meint Krauskopf.

Um Autofahrern den Umstieg aufs Fahrrad schmackhaft zu machen, sollen auch die Abstellmöglichkeiten für Velos am Bahnhof Buchschlag deutlich erweitert werden. Derzeit gibt es direkt am alten Bahnhofsgebäude 68 überdachte Abstellplätze, 39 offene Stellplätze und 23 abschließbare Fahrradboxen.

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