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Kreis Offenbach

Mehr Kontakt zu Eltern

  • Silvia Bielert
    vonSilvia Bielert
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Das Jugendamt verzeichnet bei Kindeswohlgefährdung keine signifikante Steigerung während der Pandemie. 917 Familien wurden präventiv daheim besucht.

Der Fachdienst Jugend und Familie des Kreises Offenbach hat während der seit Mitte März andauernden Pandemie „keine signifikant gestiegenen Zahlen von Kindeswohlgefährdung registriert“. Das teilt die Kreisverwaltung mit.

Beim Allgemeinen Sozialen Dienst seien insgesamt 388 Meldungen über mögliche Kindeswohlgefährdungen eingegangen, davon ein Viertel anonym. Weitere Hinweise kamen aus Schulen, Kindergärten und dem medizinischen Bereich. Die Meldungen aus den Schulen liegen laut Kreis verglichen mit dem „Evaluationsbericht der Sozialarbeit aus dem Schuljahr 2016/17“ sogar „unter dem Durchschnitt“. Aus den Schulen kamen gerade einmal 28 Meldungen mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung; 120 Fälle sollen es im Jahr 2016/17 gewesen sein. Mögliche Ursachen könnten zeitweise Schulschließungen, Distanzunterricht und die Beschränkung sozialer Kontakte sowie damit einhergehend fehlende Kontrollmöglichkeiten sein, heißt es. Schüler:innen konnten sich Lehrer:innen möglicherweise schwerer anvertrauen.

„Wir haben mit Beginn der Pandemie Mitte März vergangenes Jahr sofort eine Task Force eingerichtet, die seitdem permanent im Außendienst im Einsatz ist und Familien unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln besucht“, sagt Kreisbeigeordneter Carsten Müller (SPD). Um mögliche Kindeswohlgefährdungen in „belasteten und überforderten Familien“ frühzeitig zu erkennen, waren die Task Force und weitere Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienstes „im engen Kontakt mit Familien, Kitas, Schulen und dem gesamten Netzwerk der Helfenden“. „Wir haben verstärkt Präsenz gezeigt und hatten viele Familien im Blick“, so Müller weiter. 917 Familien mit knapp 1 400 Kindern seien daheim „überprüft“ worden. Zudem habe die Task Force knapp 240 Familien besucht, die nicht zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt erschienen waren. Mahnende Briefe habe es dafür nicht gegeben. Außerdem habe der Allgemeine Soziale Dienst Fachkräfte, die ältere Kinder unterrichten und Unter-Sechsjährige betreuen, vergangenes Jahr darin bestärkt, weiterhin einen regen Austausch mit den Kindern zu pflegen.

Das Jugendamt des Kreises will die während der Pandemiezeit gesammelten Erfahrungen analysieren und überlegen, „welche Arbeitsweisen etabliert werden können“.

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