Maintal

Maintal: 125 Millionen Euro für die Stadtentwicklung

  • schließen

Mit dem Haushalt 2020 will die Stadt sich deutlich weiterentwickeln. Unter anderem soll ein neues Schwimmbad gebaut werden.

Mit dem Haushalt für 2020 will die Stadt die Voraussetzungen für eine deutliche Stadtentwicklung schaffen. Zwei der mithin wichtigsten Projekte sind der Neubau eines Schwimmbades zum Preis von 20 Millionen Euro und die Erweiterung des Gewerbegebiets Maintal-West am Stadtteil Bischofsheim an der A66 gemeinsam mit der Stadt Frankfurt. Auf dem 14 Hektar großen Gelände der ehemaligen Frankfurter Stadtgärtnerei beginnt ab Mai 2020 laut Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber (parteilos) die Erschließung, Ende 2020 soll gebaut werden. Wirtschaftsförderin Anke Prätzas spricht von sehr großer Nachfrage. Im Februar, als die Stadt den Plan bekannt gab, war von 50 Interessenten die Rede. Des Weiteren soll in fünf Jahren Maintal-West auf der östlichen Seite um zehn Hektar wachsen.

Die Gewerbesteuereinnahmen machen derzeit mit 19 Millionen Euro gut ein Fünftel des Haushaltes aus. Bei der Vorstellung des Etatentwurfs wies Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) auf das Risiko schwankender Erträge aus dieser Quelle hin. Bei der Überschussentwicklung im unverändert 103 Millionen Euro schweren Ergebnishaushalt zeigte sie sich pessimistisch. Bis 2023 wird laut Prognose das Plus von derzeit einer Million Euro auf etwa ein Fünftel schrumpfen.

Die Investitionen sollen in den nächsten vier Jahren 125 Millionen Euro betragen. Rund die Hälfte des Betrags soll über Kredite finanziert werden, sagte Böttcher. Neben dem neuen Bad wird es in Bischofsheim für 7,4 Millionen Euro ein neues Bürgerhaus geben. Eine Sanierung des 41 Jahre alten Gebäudes käme offenbar teurer. Investitionen werden auch am Bahnhof Dörnigheim geplant, etwa ein Parkhaus, denn ab 2028 soll dort die Nordmainische S-Bahn halten. Bund, Land und Bahn hätten dieses Ziel bekräftigt.

Laut Böttcher soll rund die Hälfte der Gesamtinvestitionen bis 2023 finanziert werden. Die niedrigen Zinsen würde die Belastung erträglich halten. Der Rest könne zum guten Teil mit Zuschüssen von Bund und Land gedeckt werden. Die Fraktionen haben das Zahlenwerk vor wenigen Tagen erhalten. Allerdings könnte es noch einmal revidiert werden, denn die Zahlen entstanden ohne die Steuerschätzung des Bunds. Laut Böttcher habe das Parlament den Etat sehr früh haben wollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare