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Magistrat hat Einwände

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Eine vierspurige B486 ist nicht gewünscht. Nicht nur Naturschutzverbände und die Grünen sind dagegen, auch der Langener Magistrat hat nun Einwendungen beschlossen.

Die Bundesstraße 486, die Langen mit der Autobahn verbindet, ist täglich überlastet. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat deshalb das Planfeststellungsverfahren zu einem vierspurigen Ausbau der Straße eingeleitet. Dagegen wehren sich Naturschutzverbände und die Grünen, und auch der Langener Magistrat hat nun Einwendungen beschlossen. Insgesamt seien am Stichtag 21. Juli deutlich über 100 Einwendungen beim Regierungspräsidium eingegangen, erklärte die städtische Verkehrsplanerin Christina Krüger gestern.

Die Magistratsmehrheit sei der Meinung, dass die von Hessen Mobil erarbeiteten Pläne zwar Vorteile hätten, aber auch massive Nachteile brächten, sagte Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne). So werde sich nach einem Ausbau der Stau auf der Abbiegespur der A5 in den Abendstunden ans Ende der Ausbaustrecke an der Langener Nordumgehung verlagern, fürchtet er. Dadurch könnten viele Autofahrer den Umweg durch die Langener Innenstadt wählen. Schon jetzt fahren täglich rund 16 000 Autos über die Südliche Ringstraße. Diese Problematik habe Hessen Mobil offensichtlich nicht erkannt, sagte Löbig.

Auch auf der B486 wird der Verkehr nach einem vierspurigen Ausbau zunehmen – wie stark, ist allerdings umstritten. Hessen Mobil spricht laut Krüger von einem Ist von 39 300 Fahrzeugen am Tag und erwartet eine Zunahme um 3500 Autos bis zum Jahr 2020. Die Stadt habe eigene Zählungen veranlasst und kommt auf zurzeit 30 600 Fahrzeuge pro Tag. „Das würde dann einen Zuwachs von mehr als 12 000 bedeuten“, so Löbig. (aph)

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