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Im Ärztehaus Dietzenbach ist bis dato noch nicht viel los.

Dietzenbach

Fortschritt beim Ärztehaus

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Der Geschäfte stehen noch leer - aber alle Arztpraxen im Haus in der Altstadt sollen noch dieses Jahr eröffnen. Einen Kinderarzt, einen Zahnmediziner und einen Frauenheilkundler gibt es bereits. Von Christoph Manus

Ein halb verdrehtes Banner wirbt für das Ärztehaus Dietzenbach, auch in den Stadtplänen ist es längst eingezeichnet. Doch derzeit stehen die früher von einer Videothek, Spielothek und der Post genutzten Räume an der Babenhäuser Straße noch leer. Der ursprünglich geplante Einzugstermin, der 1. Januar, ist geplatzt.

Nun sieht es immerhin so aus, als könne das Ärztehaus in der Dietzenbacher Altstadt zum Jahresende komplett sein. Eine Hautarztpraxis, eine Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Notfallmedizin, ein radiologisches Zentrum und die Notdienstzentrale sollen nach und nach einziehen. Radiologie und Notdienstzentrale sollen beide im Erdgeschoss unterkommen und über eine Verbindungsschleuse direkt verbunden sein.

Dazu kommt ein weiteres medizinisches Zentrum, zu dem Gottfried Werner von der Pfälzischen Projektentwicklungsgesellschaft jedoch noch nichts Näheres sagen will.

Im Gespräch sei zudem, dass eine Praxis für Physiotherapie einzieht. Diese könne dann auch das im Keller des hufeisenförmigen Gebäudes liegende Schwimmbad nutzen, sagt Werner, so dass das Angebot hochwertig abgerundet würde. Der Innenausbau des zum Teil mehr als ein halbes Jahr leerstehenden Gebäudes soll im Februar beginnen.

Bereits jetzt sind - in dem Gebäudekomplex mit 53 Wohnungen - je eine Praxis für Innere Medizin, Zahnmedizin, Kinderheilkunde und Gynäkologie.

Mit dem Einzug der neuen Praxen gewinne das schon von Ärzten genutzte Gebäude erst wirklich den Charakter eines Ärztehauses, sagt Reinhold Jerwan, der Obmann der Dietzenbacher Ärzte. Im Umkreis von hundert Metern seien dann dort zudem alle Facharzt-Richtungen vertreten.

Andere Pläne für den zentral gelegenen Gebäudekomplex haben sich jedoch zerschlagen. Der Tengelmann-Markt bleibt nun, wo er ist, wird also nicht erweitert. Als Begründung verweist die Pfälzische Projektgesellschaft auf den geplanten Lidl- und einen Tegut-Markt im vorgesehenen Komplex auf dem Baufeld C. Der Tengelmann werde jedoch im Herbst "hochwertig umgestaltet", sagt Werner. Die Apotheke wurde bereits renoviert.

Auch zum ursprünglich geplanten Einzug eines Drogeriemarktes wird es nun nicht kommen. Die Verhandlungen mit dem Radiologischen Zentrum seien so weit fortgeschritten, dass es keinen Platz für einen solchen Markt mehr im Karree gebe, teilt die Projektentwicklungsgesellschaft mit.

Das Abrücken von den ursprünglichen Plänen versucht sie positiv zu sehen. "Wir können nun den Schwerpunkt klar auf das Ärztehaus setzen, und gewährleisten damit, neben einer Belebung der Altstadt, die medizinische Versorgung an zentraler Stelle."

Dass es beim Einzug der Mieter nun zu einer Verzögerung kommen wird, hänge mit dem hohen Abstimmungsbedarf zusammen, sagt Werner.

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